• DocCheck AG
  • AGB
  • Mediadaten
  • Kontakt
Das Medizinlexikon zum Mitmachen.

Pethidin

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
5 Bewertungen2.20)
info

Handelsname: Dolantin®

1. Definition [bearbeiten]

Pethidin ist ein bei starken Schmerzen wirksames, vollsynthetisch hergestelltes Opioidanalgetikum.

2. Darreichungsformen [bearbeiten]

Pethidin kann in Form der Injektionslösung intravenös, intramuskulär und subkutan appliziert werden. In Form des Suppositoriums ist eine rektale Gabe möglich. Zur Applikation per os stehen Tropfen zur Verfügung.

3. Pharmakologie [bearbeiten]

Pethidin weist bei oraler Gabe eine Bioverfügbarkeit von 50% auf, da ein ausgeprägter First-Pass-Effekt in der Leber besteht. Die durchschnittliche Wirkdauer des Pethidins beträgt 3-4 Stunden bei einer Eliminationshalbwertszeit von 24 Stunden.

Bis zu einem Viertel der Dosierung erfolgt die Elimination des Pethidins unverändert über die Nieren. Bei Metabolisierung in der Leber wird der wirksame Metabolit Norpethidin. Diese kann insbesondere bei Niereninsuffizienz akkumulieren und wirkt weniger stark analgetisch, senkt jedoch die Krampfschwelle zur Auslösung von Krampfanfällen.

4. Indikationen [bearbeiten]

Pethidin wird bei starken Schmerzzuständen eingesetzt, beispielsweise im Rahmen der postoperativen Analgesie, Tumorschmerz und Myokardinfarkt. Sehr gut wirksam und in dieser Indikation beliebt ist das Pethidin bei postoperativem Zittern.

5. Nebenwirkungen [bearbeiten]

Pethidin ruft im Vergleich zum Morphin in ähnlich potenter Dosierung eine etwa gleich starke Atemdepression hervor. Die euphorisierende und sedierende Wirkung ist größer als beim Morphin. Die Spasmogenität auf die glatte Muskulatur ist weniger stark ausgeprägt als beim Morphin.

Pethidin ruft häufig Übelkeit und Erbrechen hervor. Hinzu treten gelegentlich Miktionsbeschwerden und Obstipation.

Bei zu schneller intravenöser Gabe erfolgt eine starke Vasodilatation mit Hypotonie. Diese führt reflektorisch zu einer Tachykardie.

Die Wirkungen des Pethidins können mit Naloxon antagonisiert werden.

Einen Risiko-Check z.B. auf Wechselwirkungen, Nebenwirkungen und Kontraindikationen ermöglicht die DocCheck® Pillbox.

6. Dosierung [bearbeiten]

Die Standarddosierungen für Pethidin sind:

  • 25-150 mg bei subkutaner, intramuskulärer und Gabe per os.
  • 25-100 mg bei intravenöser Gabe (CAVE: langsame Injektion)

Die Einzelgaben können alle 2-3 Stunden wiederholt werden. Bei Niereninsuffizienz ist eine Dosisanpassung bzw. ein Ausweichen auf andere Substanzen sinnvoll (aktive Metaboliten).

Schlagwörter für diese Seite

Fachgebiete für diese Seite

Tipp
Loading...   Daten werden geladen...