8.326 Aufrufe
Englisch: diabetic retinopathy


Die diabetische Retinopathie ist eine Komplikation des Diabetes mellitus. Es handelt sich um eine Mikroangiopathie der Blutgefäße der Netzhaut.
Die pathologischen Veränderungen der retinalen Gefäße werden durch einen erhöhten bzw. schlecht eingestellten Blutzucker begünstigt.
Glykosylierte und weiter chemisch modifizierte Makromoleküle lagern sich in den Gefäßwänden ab und induzieren eine Mikroangiopathie.
In Deutschland leiden etwa ein Drittel der Diabetiker an einer diabetischen Retinopathie. Das Risiko für die Entwicklung einer diabetischen Retinopathie beträgt nach zwanzigjährigem Bestehen eines Diabetes mellitus ca. 90%.
Die diabetische Retinopathie ist in industrialisierten Ländern mit hoher Diabetes-Prävalenz häufig die Ursache für eine Erblindung. Eine rechtzeitige Vorsorge ist daher zur Prophylaxe der Erblindung von höchster Bedeutung.
Die diabetische Retinopathie wird nach dem Untersuchungsbefund in proliferative und nonproliferative diabetische Retinopathie unterteilt. Die Übergänge sind fließend.
Die Veränderungen bleiben auf die Retina beschränkt. Bei Spiegelung des Augenhintergrundes fallen diverse Veränderungen der Netzhaut auf:
Die nichtproliferative Retinopathie wird in drei Schweregrade unterteilt:
Die proliferative Retinopathie ist mit weitergehenden Einschränkungen der Funktion der Retina und extraretinalen Komplikationen verbunden.
Kennzeichnend sind:
Die Diagnose kann durch eine augenärztliche Untersuchung des Augenhintergrundes bei weitgestellter Pupille gestellt werden. Zur Abklärung des Ausmaßes der vorliegenden Gefäßverschlüsse kann eine Angiographie der Netzhautgefäße durchgeführt werden. Zur besseren Darstellung werden dabei Fluoreszenzfarbstoffe verwendet.
Eine eventuell vorliegende Rubeosis iridis kann in einer separaten Untersuchung ohne Mydriasis zuverlässig untersucht werden.
Die beste Therapie ist die sinnvolle und rechtzeitige Vorsorge. Diabetiker sollten daher jährlich zur Vorsorgeuntersuchung den Augenarzt aufsuchen. Beginnende Stadien einer diabetischen Retinopathie können so rechtzeitig erkannt und behandelt werden.
Wichtig ist neben Kontrollen die möglichst optimale Einstellung des Stoffwechsels, sodass die diabetische Retinopathie gar nicht erst auftritt.
Bei einem vorliegendem Makulaödem (Ödem im Bereich der Papille des Sehnerven) erfolgt die Therapie mit einer Laserbehandlung des betroffenen Areals. Bei großflächiger Retinopathie (proliferativ oder schwer nichtproliferativ) muss die Laserbehandlung auf die ganze Retina ausgeweitet werden und über mehrere Sitzungen verteilt erfolgen.
Diese Website nutzt die Macromedia®Flash™ Software. Leider ist auf Ihrem Rechner der Macromedia Flash Player nicht installiert oder Ihre Version des Players kann die von uns erstellten Inhalte nicht abspielen.
Bitte laden Sie sich die neueste Version herunter, und installieren Sie sie.
Dies benötigt nur wenige Minuten.
Falls auf Ihrem Rechner bereits das aktuelle Flash™-Plugin installiert ist, und Sie trotzdem diese Meldung sehen, aktivieren Sie bitte die Ausführung von Javascript in Ihrem Webbrowser.
Macromedia und Flash sind Marken von Macromedia, Inc.


![]() | Augen auf: Früherkennung von Amblyopien 21.10.2010, DocCheck TV Redaktion Dauer: 02:52 min |


|
Daten werden geladen... |
