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Rubeosis iridis

Englisch: rubeosis iridis

1 Definition

Als Rubeosis iridis wird eine verstärkte Proliferation der Blutgefäße der Iris und des Augenkammerwinkels bezeichnet. Sie gilt als Folgesymptom verschiedener Augenerkrankungen.

2 Pathogenese

Durch einen Sauerstoffmangel der Netzhaut aufgrund einer Grunderkrankung wie zum Beispiel der diabetischen Retinopathie oder eines Zentralvenenverschlusses wird die Ausschüttung von vasoproliferativen Faktoren induziert. Besonders der Vascular Endothelial Growth Factor (VEGF) spielt bei dieser Vasoproliferation eine wichtige Rolle. Die Faktoren werden über das Kammerwasser in den vorderen Augenabschnitt gespült, wo sie direkten Kontakt mit der Iris und dem Kammerwinkel haben. Dort kommt es zur Neubildung von Blutgefäßen.

3 Komplikationen

Durch die starke Vasoproliferation kann es zu einer Ruptur der Gefäße und hieraus folgend zu Blutungen kommen. Hierbei besteht die Gefahr der Blockade des Kammerwasserabflusses im Kammerwinkel und damit die Entstehung eines sekundären Offenwinkelglaukoms.

4 Therapie

Im Vordergrund steht die Therapie der Grunderkrankung, um eine zunehmende Ischämie der Netzhaut zu verhindern, bzw. zu verringern. Bei dem Auftreten eines Sekundärglaukoms ist eine antiglaukomatöse Therapie indiziert. Über den Einsatz von VEGF- bindende Antikörper, wie beispielsweise Bevacizumab, zur Hemmung der Vasoproliferation wird noch diskutiert.

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