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Mikroangiopathie

von griech. mikro = klein, -angio- = Gefäß, -pathie = Krankheit

1 Definition

Als Mikroangiopathie bezeichnet man eine organische lokalisierte Schädigung der Endstrombahn mit partiellem oder komplettem Funktionsverlust der Arteriolen und Kapillaren.

2 Ätiologie

Die Ursachen einer Mikroangiopathie können äußerst vielseitig sein. In den meisten Fällen liegt ihr eine bestimmte Erkrankung zu Grunde.

3 Pathogenese

Je nach zugrundeliegender Erkrankung ist ein anderer Pathomechanismus für die Gefäßokklusion verantwortlich. Betroffen sind vor allem die Haut (Ulzera, subkutane Knötchen, Erytheme, palpable Purpura) , aber auch andere Organen wie die Nieren (glomeruräle Nierenerkrankung), die Augen (Retinopathie), die Leber (venosus occlusive disease) oder das Gehirns (zerebrale Vaskulitiden).

3.1 Oblitierende Mikroangiopathie

Hierbei finden sich Verschlussymptome in der der Endstrombahn vorgeschalteten präterminalen Strombahn. Die Kompensationsmöglichkeiten von Kollateralnetzen und Kollateralkreisläufen werden hierbei übeschritten und es kommt zu lokalen Ischämien und Nekrosen.

3.2 Embolische Mikroangiopathie

Ursächlich sind proximal der Endstrombahn gelegene Plaques und Atherome, von welchen sich Thromben oder Partikel sehr geringen Kalibers ablösen und die Endstrombahn oblitieren. Dies geschieht gelegentlich spontan, häufiger jedoch iatrogen bei arteriellen Kathetereingriffen (Ballondilatation).

3.3 Rheologische Mikroangiopathie

Verantwortlich für eine rheologische Mikroangiopathie sind durch gehäuft auftretende zelluläre und plasmatische Blutbestandteile veränderte Fließeigenschaften des Blutes. Die Viskosität erhöht sich und der mikrovaskuläre Blutfluss wird erschwert. Ursächlich finden sich oft eine

3.4 Gefäßwandbedingte Mikroangiopathie

Hier stehen die Gefäßwandschäden, insbesondere des Endothels im Vordergrund. Bei Vaskulitiden sind häufig Immunkomplexablagerungen mit konsekutiver Komplementaktivierung die Ursache. Im Rahmen eines Diabetes mellitus kommt es zur Glykierung der Wandbestandteile und hierdurch zum partiellen Funktionsverlust des Endothels.

4 Diagnostik

Die Diagnostik kann zum einen anhand Biopsie oder Funktionsüberprüfung beteiligter Organe erfolgen (Niere, Leber, Augenhintergrund). Zum anderen können zirkulatorische Vorgänge der Endstrombahn direkt mikroskopisch in der Haut beobachtet werden (Vitalfärbung von Hautkapillaren mit Na-Fluoreszein, Laser-Doppler-Fluxmetrie).

5 Therapie

Die Therapie orientiert sich an der Grunderkrankung.

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