Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Glaskörperblutung

Englisch: intravitreal hemorrhage

1 Definition

Eine Glaskörperblutung ist das Eindringen von Blut aus Blutgefäßen des Auges in den Glaskörper.

2 Vorkommen

Glaskörperblutungen treten aufgrund verschiedener Pathomechanismen auf:

3 Symptomatik

Je nach Ausmaß des Blutaustritts in den Glaskörper berichten die Patienten vor allem über trübe, rötlich verfärbte Bereiche innerhalb ihres Gesichtsfelds, gegebenenfalls auch über Skotome oder Visusverlust bis auf Wahrnehmung von Handbewegungen.
Glaskörperblutungen verursachen typischerweise keine Schmerzen.

4 Diagnostik

Die Diagnose einer Glaskörperblutung erfolgt üblicherweise mittels Ophthalmoskop oder Dreispiegel-Kontaktglas. Bei Katarakt muss wegen fehlender Einsehbarkeit der Augenhinterkammer eine Diagnose mittels Ultraschall versucht werden. Außerdem sollte bei jeder neu aufgetretenen Glaskörperblutung mit fehlendem Funduseinblick eine Echographie zum Ausschluß einer Netzhautablösung (Amotio retinae) durchgeführt werden.

5 Therapie

Die Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß und der Ursache der Glaskörperblutung. Primäres Therapieziel ist dabei eine Blutstillung. Der Patient soll während der initialen Therapiephase eine aufrechte Ruhehaltung beibehalten, um eine weitere Ausbreitung der Blutung zu verhindern und ein schnelles Absinken der Blutbestandteile zu gewährleisten. Im Anschluss muss die Ursache der Blutung behandelt werden, beispielsweise durch Laserkoagulation von retinalen Gefäßen.

Bei größeren Blutungen oder Blutungen ohne Resorptionstendenz sollte das Corpus vitreum operativ entfernt werden (Vitrektomie). Der Augapfel wird anschliessend mit Kochsalzlösung, Gas oder Silikon-Öl gefüllt, um ein Kollabieren des Bulbus zu verhindern. Ggf. kann gleichzeitig eine panretinale Laserkoagulation zur Prävention einer erneuten Blutung erfolgen.

6 Prognose

Üblicherweise bleiben auf eine Glaskörperblutung zurückzuführende Trübungen zurück, da ein Abbau der Hämoglobin-Derivate in dem gefäßfreien Corpus vitreum nicht erfolgen kann.

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