Reepithelialisierung
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1. Definition
Die Reepithelialisierung ist der Prozess der Neubildung von Epithelgewebe nach einem Gewebeverlust. Sie ist ein wichtiger Teil der Wundheilung.
2. Physiologie
Die Reepithelialisierung läuft parallel zur Auffüllung des Wundgrundes mit Granulationsgewebe durch 2 Mechanismen:
- Keratinozyten bzw. Suprabasalzellen aus dem Gebiet des Wundrandes lösen sich dazu aus ihrem desmosomalen Verbund und wandern - orientiert an extrazellulären Aktinfilamenten - in die Wunde ein. Diese Zellen beginnen unter dem Einfluss von Wachstumsfaktoren (z.B. KGF, TGF-alpha) zu proliferieren und bilden eine neue Epithelschicht auf der Wunde aus.
- Durch eine verstärkte Teilungsrate der Keratinozyten in der Nähe des Wundrandes wird die oberste Epidermisschicht passiv zum Wundzentrum hingeschoben.
Die Reepithelialisierung erzeugt eine so genannte Neoepidermis. Sie kann durch spezielle Verbandtechniken (z.B. Okklusivverband) oder die Verwendung von Spalthaut beschleunigt werden.
Fachgebiete:
Dermatologie, Pathologie