Borreliose (Katze): Unterschied zwischen den Versionen

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==Diagnose==
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Im [[Verdachtsdiagnose|Verdachtsfall]] ist eine [[PCR]]-Untersuchung sowie zur Verlaufskontrolle ein Anti-C6-Peptid-[[ELISA]] [[Indikation|indiziert]].
Im [[Verdachtsdiagnose|Verdachtsfall]] ist eine [[PCR]]-Untersuchung sowie zur Verlaufskontrolle ein Anti-C6-Peptid-ELISA [[Indikation|indiziert]].


==Therapie==
==Therapie==

Version vom 27. Oktober 2022, 10:10 Uhr

Synonym: Borrelien-Infektion
Englisch: borreliosis

Definition

Als Borreliose bezeichnet man eine bakterielle Infektionskrankheit bei der Katze, die durch Vektor-übertragene Erreger verursacht wird.

Vorkommen

Borrelien-Infektionen treten bei Katzen nur vereinzelt auf, obwohl die Tiere häufig mit Zecken befallen sind. Die Prävalenzrate schwankt zwischen 0 und 37 %.

Ätiologie

Die Borreliose wird durch Borrelia burgdorferi (sensu stricto und sensu lato) verursacht. Die Bakterien werden durch Ektoparasiten (in Mitteleuropa v.a. durch Ixodes ricinus) auf das Wirtstier übertragen.

Pathogenese

Die Zecken inokulieren während ihrer Blutmahlzeit die Borrelien mit ihrem Speichel in die Katze. Von dort aus gelangen die Bakterien über hämatogenen Weg in den gesamten Körper.

Klinik

Klinische Symptome (z.B. Gelenkbeschwerden, Fieber und Anorexie), wie sie bei der Lyme-Borreliose beschrieben sind, konnten bisher (2020) bei Katzen nicht mit Sicherheit mit einer Borrelien-Infektion in Verbindung gebracht werden. Es können zwar in einigen Fällen Serumantikörper mittels Immunfluoreszenz, ELISA und Western-Blot als Ausdruck einer statt gefundenen Infektion nachgewiesen werden, jedoch fehlen offizielle Berichte über klinisch signifikante Erkrankungen.

In experimentellen Infektionen mit Borrelia burgdorferi konnte zwar eine Serokonversion festgestellt werden, jedoch blieben klinische und pathologische Anzeichen aus. Aus diesem Grund geht man davon aus, dass Katzen eine ausgeprägte Resistenz gegenüber einer klinischen Manifestation von Borrelien-Infektionen aufweisen.

Diagnose

Im Verdachtsfall ist eine PCR-Untersuchung sowie zur Verlaufskontrolle ein Anti-C6-Peptid-ELISA indiziert.

Therapie

Bei bestätigter Diagnose sollte Doxycyclin (5 mg/kgKG 2 mal täglich p.o.) über einen längeren Zeitraum (mind. 2 bis 3 Wochen) verabreicht werden.

Hinweis: Diese Dosierungsangaben können Fehler enthalten. Ausschlaggebend ist die Dosierungsempfehlung in der Herstellerinformation.

Literatur

  • Lutz H, Kohn B, Forterre F (Hrsg.). 2019. Krankheiten der Katze. 6., aktualisierte Auflage. Stuttgart: Georg Thieme Verlag KG. ISBN: 978-3-13-241649-9

Quelle

  • CliniPharm CliniTox. Doxycyclin (abgerufen am 26.10.2022)