Arteria carotis interna (Veterinärmedizin): Unterschied zwischen den Versionen
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==Literatur== | ==Literatur== |
Aktuelle Version vom 8. Dezember 2016, 17:51 Uhr
Synonym: A. carotis interna
Definition
Die Arteria carotis interna ist einer der zwei Hauptgefäße, die bei Säugetieren aus der Arteria carotis communis entspringen und tierartlich unterschiedlich ausgebildet ist.
Anatomie
Die Arteria carotis interna ist im Gegensatz zur Arteria carotis externa (Veterinärmedizin) deutlich schwächer ausgebildet. An ihrer Abgangsstelle aus der Arteria carotis communis befindet sich eine Lumenerweiterung, die als Sinus caroticus betitelt wird. In diesem Sinus befinden sich Barorezeptoren, die für die Regulierung des Blutdruckes zuständig sind. Die dort aufgenommenen Reize verlaufen über den Ramus sinus carotici des Nervus glossopharyngeus zum Gehirn.
Pferd
Innerhalb der Haussäugetiere ist sie beim Pferd am stärksten entwickelt und verläuft an der kaudalen Wand der medialen Luftsackabteilung entlang und tritt durch die Incisura carotica des Foramen lacerum in die Schädelhöhle ein.
Fleischfresser
Beim Hund ist die Arteria carotis interna etwas reduzierter ausgebildet, wohingegen sie bei der Katze stärker anzutreffen ist und bei beiden durch den Canalis caroticus in das Schädelinnere verläuft.
Schwein
Bei den Schweinen oblitiert der distale Teil, wobei der Schädeleintritt durch das Foramen jugulare gelingt.
Wiederkäuer
Von allen Haussäugetieren besitzt der Wiederkäuer die am schwächsten ausgebildete Arteria carotis interna. Sie oblitiert mit fortschreitendem Alter zur sogenannten Chorda arteriae carotidis internae. Bis zur Obliterierung zieht sie durch das Foramen jugulare in die Schädelhöhle.
Literatur
- Künzel, Wolfgang. Topographische Anatomie, Hochschülerschaft Veterinärmedizinische Universität (Hersausgeber), 3. Auflage. WS 2011/12