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Wartenberg-Syndrom

Englisch: Wartenberg’s syndrome

1 Definition

Unter dem Wartenberg-Syndrom versteht man eine Läsion des Ramus superficialis des Nervus radialis.

2 Ätiopathogenese

Die isolierte Schädigung des Ramus superficialis des Nervus radialis kann z.B. durch eine Schlagverletzung oder eine Schnittverletzung dorsal und an der radialen Seite des distalen Vorderarmes hervorgerufen werden. Die Läsion kann aber auch durch Handschellen, enge Schmuckarmbänder oder enge Uhren hervorgerufen werden.

Weiterhin können intravenöse Injektionen sowie Shunt-Operationen zwischen der Vena cephalica (antebrachii) und der Arteria radialis zu einer Läsion des Ramus superficialis führen.

3 Klinik

Das Wartenberg-Syndrom imponiert durch eine Hypästhesie, eine Hypalgesie und durch eine Dysästhesie im Bereich des Spatium interosseum I, dem sensiblen Versorgungsgebiet des Nervus radialis. Häufig verursacht das Wartenberg-Syndrom jedoch keine nennenswerten subjektiven Beschwerden.

4 Diagnostik

Anamnese und Klinik führen zur Diagnose des Wartenberg-Syndroms. Es ist ebenfalls möglich, Elektroneurographie durchzuführen, welche jedoch nur sehr selten notwendig wird.

5 Therapie

Wenn die Beschwerden des Patienten nur sehr gering ausgeprägt sind, erfolgt keine Therapie. Bei ausgeprägten Beschwerden und Unterbrechung der Kontinuität des Nerven kann ggf. eine Operation erfolgen.

Fachgebiete: Chirurgie, Neurologie

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