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Transferrin-Rezeptor

Abkürzung: TfR
Englisch: transferrin receptor

1 Definition

Transferrin-Rezeptoren sind dimere Rezeptoren aus zwei identischen Proteinuntereinheiten mit einem Molekulargewicht von je etwa 95.000 Dalton. Sie sind beim Menschen auf allen teilungsfähigen Körperzellen zu finden. Der Hauptanteil, ca. 75%, befindet sich auf den erythropoetischen Zellen des Knochenmarks.

2 Einteilung

Es sind bislang zwei Formen von Transferrin-Rezeptoren bekannt:

  • Transferrin-Rezeptor 1 (TfR1): Er wird in allen Körperzellen exprimiert.
  • Transferrin-Rezeptor 2 (TfR2): Er wird hauptsächlich in der Leber gebildet.

3 Physiologie

Die Aufgabe der Transferrin-Rezeptoren ist die aktive Aufnahme von Transferrin (und damit Eisen) in die Zelle. Der Rezeptor bildet mit 2 Transferrin-Molekülen einen Komplex (2Tf:2TfR), der von der Zelle via Endozytose aufgenommen wird. Dort wird das Eisen vom Transferrin abgelöst und der Komplex wieder an die Zellmembran transportiert. Das eisenfreie Transferrin löst sich vom Rezeptor und steht wieder für den Eisentransport zur Verfügung. Unter bestimmten Bedingungen gruppieren sich Transferrin-Rezeptoren zu rosettenähnlichen Gebilden, die aus jeweils 9 Rezeptoren bestehen.

Die Expression von TfR ist abhängig vom intrazellulären Eisengehalt und vom Zellwachstum. Bei intrazellulärem Eisenmangel und gesteigerter Zellproliferation erhöht sich die Rezeptorendichte auf der Zellmembran. Ein erhöhtes Eisenangebot führt zur Downregulation der Rezeptorendichte. Ein sogenanntes Iron Responsiv Element reguliert dabei vermutlich die Expression des Rezeptors auf DNA-Ebene.

Transferrin-Rezeptoren kommen auch in geringer Menge im Blut vor (sog. löslicher Transferrin-Rezeptor - sTfR) und dienen als zusätzlicher Parameter bei der Labordiagnostik des Eisenstoffwechsels.

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