Strukturqualität
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LoslegenSynonym: Rahmenbedingungsqualität
Englisch: structural quality
Definition
Strukturqualität bezeichnet die Güte der Rahmenbedingungen, unter denen medizinische Leistungen erbracht werden. Sie ist u.a. vom Personal, von der Organisation sowie von den Räumlichkeiten und der Ausrüstung einer Versorgungseinrichtung abhängig.
Hintergrund
Der Begriff gehört zum Qualitätsmodell nach Donabedian, das Versorgungsqualität in Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität gliedert.[1] Strukturqualität beschreibt dabei nicht die Behandlung selbst, sondern die Bedingungen, die eine fachgerechte Versorgung ermöglichen oder erschweren. Gute Strukturqualität erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Behandlungsprozesse sicher, fachgerecht und effizient ablaufen. Sie garantiert jedoch nicht automatisch gute Behandlungsergebnisse, da diese zusätzlich von Abläufen, Patienteneigenschaften und Krankheitsverlauf abhängen.
Beispiel
Zur Strukturqualität zählen u.a.:
- Qualifikation und Anzahl des Personals
- Räumlichkeiten
- technische Ausstattung
- Hygieneinfrastruktur
- Verfügbarkeit von Leitlinien
- Fortbildungskonzepte
- Dokumentationssysteme
- Notfallausrüstung
- Definition von Zuständigkeiten
Klinische Relevanz
Im deutschen Gesundheitswesen wird Strukturqualität u.a. durch die Krankenhausplanung der Bundesländer, die Mindestmengenregelungen des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) sowie die gesetzlichen Qualitätsberichte nach § 137 SGB V erfasst und öffentlich berichtet.
Abgrenzung
Von der Strukturqualität zu unterscheiden ist die Prozessqualität, die das tatsächliche Handeln in Diagnostik, Therapie, Pflege und Kommunikation beschreibt. Die Ergebnisqualität bewertet die Folgen der Versorgung, etwa Komplikationen, Heilung, Funktionsfähigkeit, Lebensqualität oder Patientenzufriedenheit.
Quellen
- ↑ Donabedian A. The quality of care. How can it be assessed? JAMA. 1988;260(12):1743–8.