Prozessqualität
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LoslegenDefinition
Prozessqualität beschreibt in der Medizin die Qualität der Abläufe bei der Erbringung medizinischer Leistungen. Sie ist ein Maß dafür, ob eine medizinische Versorgung fachgerecht, zeitgerecht und nachvollziehbar durchgeführt wird.
Hintergrund
Der Begriff gehört zum Qualitätsmodell nach Donabedian, das Versorgungsqualität in Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität gliedert. Während Strukturqualität die personellen, apparativen und räumlichen Voraussetzungen für das medizinische Handeln beschreibt, bezieht sich die Prozessqualität auf das konkrete Handeln im Versorgungsalltag. Eine hohe Prozessqualität erhöht die Wahrscheinlichkeit guter Behandlungsergebnisse und macht Versorgung überprüfbar. Sie ist für das Qualitätsmanagement besonders wichtig, weil Prozesse häufig direkter beeinflussbar sind als langfristige Ergebnisse.
Beispiel
Zur Prozessqualität zählen u.a. leitliniengerechte Diagnostik und Therapie, korrekte Medikamentengabe, vollständige Aufklärung, hygienisches Arbeiten, angemessene Dokumentation, sichere Übergaben, interprofessionelle Abstimmung und rechtzeitige Reaktion auf Komplikationen.
Abgrenzung
Von der Prozessqualität zu unterscheiden ist die Strukturqualität, die Rahmenbedingungen wie Personal, Ausstattung und Organisation beschreibt. Die Ergebnisqualität bewertet die Folgen der Versorgung, etwa Mortalität, Heilung, Komplikationen, Lebensqualität oder Patientenzufriedenheit.