Stoma
von altgriechisch: στόμα ("stoma") - Mund, Maul
Definition
Unter einem Stoma versteht man in der Chirurgie meist eine künstlich geschaffene Hohlorganmündung durch die Körperoberfläche. Seltener wird der Begriff auch in der Histologie oder Orthopädie genutzt.
Chirurgie
In der Regel bezeichnet ein Stoma eine künstlich geschaffene Hohlorganmündung durch eine Körperoberfläche, die der Ableitung, Ernährung oder Atemwegssicherung dient und entweder passager oder dauerhaft angelegt wird.
Beispiele für künstlich geschaffene Stomata sind:
Histologie
In der Histologie bezeichnet man die Einmündungsöffnungen von Lymphkapillaren im Mesothel der Serosablätter ebenfalls als Stomata.[1] Diese werden auch als seröse Stomata bezeichnet.
Diese natürlich vorkommenden Mündungsöffnungen dienen der Resorption von Flüssigkeit in den serösen Körperhöhlen. Sie kommen besonders zahlreich im Bereich des parietalen Blattes der Pleura, des Pericardium serosum sowie der Tunica serosa des Omentum majus vor.[2]
Orthopädie
In der Orthopädie bezeichnet der Begriff Stoma den Hautdurchtritt der Prothesenteile bei transkutanen, osseointegrierten Prothesen. Dabei handelt es sich um eine gezielt angelegte, epithelialisierte Hautdurchtrittsstelle zur stabilen Verbindung zwischen Prothese und Skelett.