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Psoas-Hitch-Plastik

1 Definition

Bei der Psoas-Hitch-Plastik handelt es sich um eine Ureterozystostomie im Rahmen von Ureterstenosen, bei der die Harnblase mobilisiert und anschließend durch Fixierungsnähte am Musculus psoas major befestigt wird.

2 Durchführung

Der operative Zugang ist von der jeweiligen Grunderkrankung abhängig. Die Darstellung der Ureteren kann sowohl durch einen extra- als auch durch einen transperitonealen Zugang erfolgen. Oft wird eine bogenförmige suprainguinale Insizision vorgenommen, da sie v.a. bei Kindern kosmetisch vorteilhafter ist.

Um eine spannungsfreie Anastomisierung mit dem Ureter zu ermöglichen, wird die Harnblase mobilisiert. Dabei inzidiert man das Peritoneum lateral von der obliterierten Umbilikalarterie ausgehend an der anterioren Bauchwand. Hierbei wird der obliterierte Urachus durchtrennt.

Will man noch stärker mobilisieren, kann zusätzlich der superiore Blasenpedikel auf der Gegenseite ligiert werden. Anschließend verlagert man die Harnblase bis zu 10  cm nach kranial in Richtung Niere und fixiert sie mit Hilfe von Nähten an der Sehne des Psoasmuskels. In ihrer neuen Position wird die Harnblase quer zur Zugrichtung eröffnet und anschließend nach Reimplantation des Harnleiters unter Bildung eines Neoostiums verschlossen.

Die Operation erfolgt in leicht überstreckter Rückenlage.

3 Indikationen

4 Komplikationen

5 Literatur

Fachgebiete: Urologie

Diese Seite wurde zuletzt am 6. Juli 2020 um 11:13 Uhr bearbeitet.

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