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Präfertilisationsdiagnostik

Synonym: Präkonzeptionsdiagnostik

1 Definition

Unter Präfertilisationsdiagnostik versteht man ein gentechnische Methode, die es erlaubt, im Rahmen einer In-vitro-Fertilisation genetische Defekte zu erkennen.

2 Hintergrund

Die Präfertilisationsdiagnostik ist - ebenso wie die Präimplantationsdiagnostik - in Deutschland zur Selektion genetisch gesunder Zygoten zugelassen. Sie dient der Entdeckung monogen bedingter Erkrankungen (z.B. Zystische Fibrose, Spinale Muskelatrophie oder Sichelzellanämie) oder chromosomaler Veränderungen des weiblichen Chromosomensatzes.

3 Methode

Die Präfertilisationsdiagnostik bedient sich der so genannten Polkörperbiopsie. Dazu werden kurz vor bzw. nach der Befruchtung der Eizelle durch das Spermium - aber noch vor der Verschmelzung der Zellkerne - jeweils der 1. und 2. Polkörper der Eizelle entnommen. Das entnommene DNA-Material wird zur genetischen Diagnose verwendet.

4 Nachteile

Im Gegensatz zur Präimplantationsdiagnostik wird bei dieser Methode nur das genetische Material der Mutter untersucht. Ein weiterer Nachteil ist, dass Polkörper schlechter untersuchbar sind als Blastozysten.

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Fachgebiete: Reproduktionsmedizin

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