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Porphyrin

von altgriechisch: πορφυρά ("porphyrá") - Purpurfarbstoff
Englisch: porphyrin

1 Definition

Porphyrine sind organisch-chemische Verbindungen, die aus vier Pyrrol-Ringen (Tetrapyrrol) bestehen, die durch je eine Methin-Gruppe verbunden werden.

2 Strukturformel

Der einfachste Vertreter der Porphyrine ist das Porphin:

Porphine.gif

3 Vorkommen

In der Natur und im menschlichen Organismus spielen Porphyrine eine wichtige Rolle. Sie kommen unter anderem in Chlorophyll und Hämoglobin vor. Auch für den Stoffwechsel sind sie von Bedeutung, da sie in verschiedenen Enzymen, wie der Katalase oder in Cytochromen vorkommen. Letztere spielen eine wichtige Rolle bei der Atmungskette in den Mitochondrien sowie der Biotransformation in der Leber.

Die beim Abbau von Hämoglobin entstehenden Porphyrine sind für die Färbung von Urin (z.B. Urobilinogen), Stuhl (z.B. Sterkobilin) und Galle verantwortlich.

4 Klinik

Bei einer Hepatitis führt der gestörte Abbau von Häm zur Gelbfärbung der Haut (Ikterus). Stoffwechselerkrankungen, die mit einer Störung des Aufbaus von Häm einhergehen, werden als Porphyrien bezeichnet.

Diese Seite wurde zuletzt am 2. November 2020 um 11:10 Uhr bearbeitet.

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