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Polyneuritis

Englisch: polyneuritis

1 Definition

Polyneuritis ist der Überbegriff für eine entzündliche Erkrankung des Nervensystems, die mehrere Nerven betrifft und bei der es zu pathohistologisch nachweisbaren Veränderungen des Nervengewebes (z.B. Demyelinisierung) kommt.

2 Hintergrund

Der Begriff "Polyneuritis" wird im klinischen Alltag häufig synonym mit Polyneuropathie (PNP) verwendet, was nicht ganz korrekt ist, da Polyneuropathie den Oberbegriff darstellt, der nicht nur entzündliche Veränderungen der Nerven umfasst.

Die Entzündung eines einzelnen Nervs bezeichnet man als Mononeuritis, die Entzündung mehrerer Nervenwurzeln als Polyradikulitis.

3 Beispiele

4 Ursachen

Infekte stellen die häufigste Ursache für Polyneuritiden dar. Auslöser sind zum Beispiel Viren wie das Herpes-simplex-Virus Typ 2 (HSV-2), das Varizella-Zoster-Virus (VZV), das Epstein-Barr-Virus (EBV), das HI-Virus (HIV) oder das Zytomegalievirus (CMV). Bakteriell bedingte Polyneuritiden sind seltener und u.a. auf Mycobacterium leprae, Corynebacterium diphtheriae, Clostridium botulinum, Brucellen oder Mykoplasmen zurückzuführen.

Weitere Ursachen für eine Polyneuritis sind toxisch-allergische oder immunologische Prozesse (Autoimmunerkrankungen des Nervensystems).

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Fachgebiete: Neurologie

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