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Plasmodium vivax

1 Definition

Bei der Art Plasmodium vivax handelt es sich um einen Einzeller aus der Familie der Plasmodien, der als Erreger der Malaria tertiana klinische Bedeutung erlangt hat. Obwohl die von dieser Protozoenart hervorgerufene Malariaart als relativ gutartig zählt, so ist sie aufgrund ihrer extremen Häufigkeit dennoch für zahlenmäßig relativ viele Todesfälle durch Malaria verantwortlich. Man schätzt pro Jahr etwa 130 – 400 Millionen Infektionen, die durch Plasmodium vivax verursacht werden. Wie die anderen Malariaerreger wird auch Plasmodium vivax von der weiblichen Anopheles-Mücke auf seinen entsprechenden Wirt übertragen. Am häufigsten kommt Plasmodium vivax im Bereich des westlichen Pazifiks vor, jedoch auch im südamerikanischen Raum.

2 Entwicklungsstufen

Exakt wie die anderen Plasmodienarten, so existiert auch Plasmodium vivax in verschiednen Entwicklungsstadien. Die Leberschizonten besitzen in der Regel eine rundliche bis ovale Form und sind in etwa 40 – 50 Mikrometer groß. Sie enthalten stets eine riesige Zahl von Merozoiten, die ihrerseits eine Größe von 0,7 – 1,2 Mikrometern erreichen. Im Verlauf der parasitären Vermehrung kommt es nicht selten vor, dass eine Zelle mehrfach von den Plasmodien infiziert wird. Während der Entwicklung der Trophozoiten kommt es zu einer starken Anschwellung und Vergrößerung der Erythrozyten und sie entwickeln eine charakteristische Färbung, die man als Schüffnersche Tüpfelung bezeichnet. Diese Schüffnersche Tüpfelung kommt in noch stärkerem Maß bei einer Infektion mit Plasmodium ovale vor. Die entstandenen Trophozoiten enthalten ein amöboid geformtes Zytoplasma. Die reifen Blutschizonten enthalten jeweils so um die 16 Merozoiten. Es existieren weiterhin noch unreife Gametozyten, die allerdings kein amöboides Zytoplasma aufweisen.

3 Verbreitung

Plasmodium vivax kann sowohl in tropischen, als auch in gemäßigten Regionen dieser Erde leben. Es bevorzugt die Nähe zu einer Küste; so existierte Plasmodium vivax bis ins 20. Jahrhundert in Deutschland als Erreger des Marschenfiebers. Mittlerweile beschränkt sich das globale Verbreitungsgebiet von Plasmodium vivax auf den subtropischen und tropischen Raum, insbesondere im Bereich des westlichen Pazifiks und der Region Südostasien. Dort existiert somit auch die größte Anzahl an Erkrankungen, die durch Plasmodium vivax ausgelöst werden.

4 Lebenszyklus

  • vom Prinzip den Lebenszyklen der anderen Plasmodien sehr ähnlich
  • es erfolgt stets ein obligater Wirtswechsel
  • Sporozoiten gelangen durch infizierte Stechmücke in die menschliche Blutbahn
  • Wanderung zur Leber und Eindringen in die Hepatozyten, dort ungeschlechtliche Vermehrung durch Schizogonie
  • Produktion einer großen Anzahl an Merozoiten
  • Freisetzung der Merozoiten und Eindringung in die Erythrozyten
  • in den Erythrozyten findet eine weiter ungeschlechtliche Vermehrung statt und bei jeder Freisetzung dieser Parasiten aus den roten Blutkörperchen kommt es zu den charakteristischen Fieberschüben

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