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Venae paraumbilicales

(Weitergeleitet von Periumbilikalvene)

Synonyme: Venae periumbilicales, Paraumbilikalvenen
Englisch: paraumbilical veins

1 Definition

Die Venae paraumbilicales bilden ein dichtes Netz kleinerer Venen im Bereich des Bauchnabels und des Ligamentum falciforme. Sie verbinden die oberflächlichen Rumpfwandvenen mit dem linken Pfortaderast.

2 Nomenklatur

Mit der Bezeichnung "Venae paraumbilicales" werden in der anatomischen Literatur sowohl die oberflächlichen, epifaszialen Venen im Subkutangewebe rund um den Bauchnabel bezeichnet, als auch die tieferen Venen, die im Bereich der obliterierten Nabelvene (Ligamentum teres hepatis) und des Ligamentum falciforme hepatis laufen.

3 Anatomie

Die epifaszialen Venae paraumbilicales drainieren venöses Blut aus der vorderen Bauchwand. Abflusswege sind u.a.:

Topographisch kann man die tiefer gelegenen Paraumbilikalvenen im Ligamentum teres hepatis und im Ligamentum falciforme in drei Gruppen unterteilen:

Sie drainieren das Ligamentum falciforme sowie den mittleren Teil des Diaphragmas.

4 Klinik

Klinisch relevant sind die durch die unterschiedlichen Abflusswege vermittelten Anastomosen zwischen

Bei portokavalem Umgehungskreislauf in Folge eines Pfortaderhochdruckes kann es zu einer Stauung und verstärkten Venenzeichnung der Paraumbilikalvenen (Caput medusae) kommen.

Darüber hinaus wird der Abflussweg über die Venae paraumbilicales als Ursache fokaler Steatosen bzw. einer zonalen Minderverfettung der Leber diskutiert.

5 Literatur

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Fachgebiete: Anatomie

Diese Seite wurde zuletzt am 19. März 2021 um 12:31 Uhr bearbeitet.

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