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Pergamenthaut

Synonym: Cortisonhaut
Englisch: parchment skin

1 Definition

Unter Pergamenthaut versteht man eine atrophische, trockene und dünne Haut. Sie tritt unter anderem bei älteren Menschen und Patienten mit langandauernder Glukokortikoidgabe auf.

2 Ursachen

3 Klinik

Die Pergamenthaut ist vorwiegend bei älteren Menschen anzutreffen. Die Haut hat ein bläulich-graues Kolorit, ist trocken, extrem empfindlich und sehr dünn. Der natürliche Hautturgor und die physiologische Elastizität fehlen. Die subkutanen Venen sind deutlich sichtbar. Stöße, Quetschungen oder Reibung rufen schnell Verletzungen hervor. Gleichzeitig besteht oft eine Wundheilungsstörung (v.a. bei Hyperkortisolismus) und große Wunden heilen nur langsam. Durch eine erhöhte Fragilität der Blutgefäße treten leichter Hämatome auf.

4 Therapie

Falls die Pergamenthaut primär durch eine Erkrankung bedingt ist, sollte die Grunderkrankung behandelt werden und die Flüssigkeitszufuhr auf den Urinabsatz abgestimmt werden.

Zur Hautpflege werden Wasser-in-Öl-Emulsionen empfohlen, welche der Haut einen Fettfilm verleihen und dem Wasserverlust entgegenwirken. Durch mechanische Reizungen entstandene Wunden müssen adäquat versorgt werden, um möglichen Infektionen vorzubeugen. Bei der Wundbehandlung ist darauf zu achten, dass keine selbstklebenden Verbände verwendet werden, da das Abziehen von Pflastern Hautverletzungen und Schmerzen evozieren kann. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (> 1,5 l/d) kann den Hautturgor verbessern.

Diese Seite wurde zuletzt am 6. Januar 2021 um 23:57 Uhr bearbeitet.

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