Paul Schölmerich
Definition
Paul Schölmerich war ein deutscher Internist und Universitätsprofessor.
Biographie
Paul Schölmerich wurde am 27.06.1916 in Kasbach-Ohlenberg geboren. Ab 1935 studierte er in Bonn, Leipzig, Innsbruck und Wien Humanmedizin und Psychologie und wurde 1941 zum Dr. med. promoviert. Bis 1944 diente er im Zweiten Weltkrieg als Sanitätsoffizier und Truppenarzt u.a. an der Ostfront. In Marburg wurde er zum Facharzt für Innere Medizin ausgebildet, 1952 habilitiert und 1958 zum apl. Professor ernannt. Von 1963 bis 1981 hatte er den Lehrstuhl für Innere Medizin der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universität Mainz inne, der er ebenfalls ab 1963 als Direktor vorstand. Schölmerich starb am 14.08.2015 in Mainz.
Medizinisches Wirken
Schölmerich forschte bereits während des Studiums auf dem Gebiet der Nerven- und Muskelphysiologie. Nach dem Studium widmete er sich zwischen 1944 und 1945 am Kerckhoff-Institut (heute Max-Planck-Institut) der experimentellen Kardiologie.
In der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik Mainz wurden unter ihm neue diagnostische und therapeutische Methoden eingeführt, er war dort auch an der Einrichtung einer der deutschlandweit ersten Stationen für internistische Intensivtherapie beteiligt.
Besonders in der Lehre machte er sich einen Namen, indem er sich stark für klinische Forschung, die Aus- und Weiterbildung angehender Ärzte sowie die Unterstützung anderer Mitarbeitenden einsetzte.
Für seine Verdienste um die Lehre, Forschung und das Gesundheitswesen wurde er u.a. 1974 mit der Ernst-von-Bergmann-Plakette und 1994 mit der Paracelsus-Medaille der deutschen Ärzteschaft ausgezeichnet.