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Nucleus reticularis gigantocellularis

Synonyme: Nucleus rostralis gigantocellularis, Nucleus gigantocellularis

1 Definition

Der Nucleus reticularis gigantocellularis ist ein Kerngebiet, das sich aus der rostralen Hälfte der Medulla oblongata bis in den kaudalen Bereich des Pons erstreckt. Er gehört zu den magnozellulären Neuronen in der medialen Zone der Formatio reticularis.

2 Neuroanatomie

Der Nucleus reticularis gigantocellularis wird funktionell zusammen mit den drei kaudalen Raphekernen (Nucleus raphes obscurus, Nucleus raphes pallidus und Nucleus raphes magnus) zur ventralen Formatio reticularis zusammengefasst. Diese Region erhält massive Afferenzen aus dem limbischen System (z.B. Nucleus centralis amygdalae und Nucleus striae terminalis) sowie dem Hypothalamus.

Ausgehend vom Nucleus reticularis gigantocellularis entspringt der Tractus bulboreticulospinalis (Tractus reticulospinalis lateralis) gekreuzt und ungekreuzt im Funiculus lateralis. Dadurch übt das Kerngebiet einen Einfluss auf die spinale Motorik und Sensorik aus, insbesondere auf Motoneurone für zervikale und axiale Muskeln.

Des Weiteren wirken absteigende Bahnen vermutlich während des Schlafes inhibierend auf die Neurone des Rückenmarks. Dorsale rostrale Anteile des Nucleus gigantocellularis scheinen an der Steuerung der Ausatmung beteiligt zu sein.

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Fachgebiete: Zentralnervensystem

Diese Seite wurde zuletzt am 17. Dezember 2019 um 22:23 Uhr bearbeitet.

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