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Nervus ulnaris (Wiederkäuer)

Synonym: N. ulnaris

1 Definition

Der Nervus ulnaris der Wiederkäuer ist ein langer gemischter Nerv des Plexus brachialis.

2 Anatomie

Der Nervus ulnaris geht zusammen mit dem Nervus medianus aus dem Armgeflecht hervor. Im Anschluss begleitet er die Arteria brachialis medial an der oberen Vordergliedmaße nach distal. Zusammen mit dessen Gefäßast (Arteria collateralis ulnaris) biegt der Nervus ulnaris in Richtung Tuber olecrani ab.

Im Bereich des proximalen Abschnitts der Vordergliedmaße und des Ellenbogengelenks gibt der Nervus ulnaris folgende Äste ab:

siehe Hauptartikel: Nervus medianus (Veterinärmedizin)

Aufgrund der speziellen Gestaltung des Autopodiums wird im Folgenden der distale Teil des Nervus ulnaris beim Wiederkäuer genauer beschrieben.

2.1 Ramus dorsalis

Der Ramus dorsalis der Wiederkäuer verläuft als Nervus digitalis communis IV entlang der dorsolateralen Seite des Hauptmittelfußknochen (Os metacarpale III+IV) nach distal. In diesem Bereich breitet er sich zunächst in der Haut palmar und lateral am Karpus sowie am Metakarpus aus, um letztendlich die 4. Zehe als Nervus digitalis dorsalis proprius IV abaxialis an ihrer dorsolateralen Fläche zu innervieren.

2.2 Ramus palmaris

Der Ramus palmaris des Nervus ulnaris verläuft lateral von den Sehnen des oberflächlichen Zehenbeugers über den Karpus. Distal davon gibt er den Ramus profundus für den Musculus interosseus medius und die Musculi lumbricales ab. Der fortlaufende Stamm des Ramus palmaris zieht als Ramus superficialis lateral von den Beugesehnen zehenwärts.

Während seines Verlaufs verbindet er sich proximal des Fesselgelenks mit dem Ramus communicans des Nervus medianus zum Nervus digitalis palmaris communis IV. Dieser setzt sich nach Abgabe des schwachen Nervus digitalis dorsalis proprius IV axialis für die laterale Afterklaue als Nervus digitalis palmaris proprius IV abaxialis fort.

3 Literatur

  • Nickel, Richard, August Schummer, Eugen Seiferle. Band III: Kreislaufsystem. Lehrbuch der Anatomie der Haustiere. Parey, 2004.
  • Künzel, Wolfgang. Topographische Anatomie, Hochschülerschaft Veterinärmedizinische Universität (Hersausgeber), 3. Auflage. WS 2011/12

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