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Fesselgelenk (Veterinärmedizin)

Synonyme: Articulatio metacarpophalangealis, Zehengrundgelenk
Englisch: fetlock

1 Definition

Das Fesselgelenk stellt beim Pferd und Rind das Pendant zum menschlichen Fingergrundgelenk dar und ist somit die gelenkige Verbindung zwischen Röhrbein und Fesselbein.

Bei den übrigen Haussäugetieren spricht man vom Zehengrundgelenk.

2 Anatomie

2.1 Knochen

Beim Rind und Pferd wird das Zehengrundgelenk auch als Fesselgelenk bezeichnet. So bilden einerseits die einen Sagittalkamm tragende Trochlea des Metakarpalknochens (Röhrbein) und andererseits die Gelenkvertiefung der Fovea articularis der Phalanx proximalis die Gelenkanteile. Zusammen formen sie ein Scharniergelenk, das bei den Haussäugetieren jedoch als Wechselgelenk funktioniert.

2.2 Synovialeinrichtung

Die Gelenkkapseln besitzen jeweils dorsal und palmar Ausbuchtungen, sogenannte Recessus dorsales et palmares.

2.3 Bandapparat

Die am Fesselgelenk gelegenen Bänder sind Seitenbänder, Sesambeinbänder und Zwischenzehenbänder:

3 Mechanik

Die Normalstellung ist tierartlich unterschiedlich:

Pferd: Vorderextremität: 210° Hinterextremität: 195°
Rind: ca. 200°

Beim Pferd kann die Streckung in Galopp und Trab bis auf 240° erfolgen, passiv sogar bis auf 270°, wobei die Beugung bei 160° eingeschränkt wird. Sowohl Extension als auch Flexion verlaufen in einer horizontal-transversalen Achse.

4 Literatur

  • Nickel, Schummer, Seiferle. Lehrbuch der Anatomie der Haussäugetiere. Band I, Bewegungsapparat. 8., unveränderte Auflage, Parey Verlag, 2004

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