Nasenspitze
Synonym: Apex nasi
Englisch: apex of the nose, tip of the nose
Definition
Die Nasenspitze ist der am weitesten ventral gelegene Anteil der äußeren Nase und wird überwiegend durch die Cartilagines alares majores (Flügelknorpel) geformt.
Anatomie
Die Flügelknorpel bestehen aus zwei Schenkeln:
- Crus mediale: bildet zusammen mit dem kontralateralen Anteil den Nasensteg (Columella)
- Crus laterale: formt die lateralen Anteile der Nasenspitze und den Übergang zu den Nasenflügeln
Der Übergang zwischen beiden Schenkeln wird als "dome" (engl. für "Kuppel") bezeichnet und prägt die Projektion und Form des Apex nasi.
Leitungsbahnen
Die arterielle Versorgung erfolgt über Äste der Arteria facialis (v.a. Arteria labialis superior und nasalis lateralis). Die sensible Innervation erfolgt durch Äste des Nervus trigeminus (Nervus infraorbitalis).
Histologie
Die Haut der Nasenspitze ist im Vergleich zum restlichen Gesicht relativ dick, fest und reich an Talgdrüsen. Das subkutane Fettgewebe ist von dichten fibrösen Septen durchzogen, die Haut und Knorpel eng verbinden.
Funktion
Der Apex nasi beeinflusst den Naseneingang und damit den Atemstrom sowie die ästhetische Erscheinung der Nase.
Klinik
Die Nasenspitze ist ein zentraler Fokus der Rhinoplastik. Eingriffe zielen auf:
- Veränderung der Projektion
- Verbesserung der Symmetrie
- Stabilisierung der Knorpelstrukturen
Angeborene und erworbene Erkrankungen der Nasenspitze umfassen Deformitäten (z.B. bulböse Nasenspitze), traumatische Veränderungen und Hauterkrankungen (z.B. Rhinophym).
In der Fernröntgenanalyse wird die Nasenspitze durch den Punkt Pronasale repräsentiert.