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Nackengriff

Synonym: Außenrotationstest der Schulter

1 Definition

Als Nackengriff wird in der Orthopädie und Neurologie ein klinischer Test zur Beurteilung der Außenrotations- und Abduktionsbewegung im Schultergelenk bezeichnet. Es handelt sich um einen globalen Bewegungstest zur Überprüfung der Gelenkbeweglichkeit.

2 Durchführung

Der Nackengriff kann im Stehen oder Sitzen ausgeführt werden. Der Patient wird zunächst gebeten, die offenen Hände simultan über den Kopf und anschließend an den Nacken zu führen. Ist eine Seitendifferenz beobachtbar, kann diese mit Hilfe der Bestimmung des jeweiligen "Daumen-Vertebra prominens-Abstand" quantifiziert werden. Hierzu wird der Patient gebeten, eine Hand nach der anderen mit abduziertem Daumen an den Nacken zu führen. Der jeweilige Abstand zwischen Daumen und Dornfortsatz des siebten Halswirbelkörpers entspricht dem "Daumen-Vertebra prominens-Abstand" und erlaubt einen semiquantitativen Seitenvergleich.

3 Interpretation

Unterschiede im Seitenvergleich können auf eine Schädigung der für die Abduktion und/oder Außenrotation zuständigen Schultermuskulatur bzw. eine Schädigung der sie versorgenden Nerven hinweisen. An der Abduktion bis 70° ist dabei insbesondere der Musculus supraspinatus der Rotatorenmanschette, ferner der Musculus deltoideus beteiligt. Ist die Bewegungseinschränkung bilateral vorhanden, kann dies entsprechend ein Hinweis auf eine beidseitige Störung sein.

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