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N-Acetyl-Glucosaminyl-Transferase

Englisch: N-acetyl glucosaminyl transferase

1 Definition

Die N-Acetyl-Glykosaminyl-Transferase ist ein Enzym, das zu den Glykosyltransferasen gehört. Es verbindet den Zuckerrest eines Glykoproteins mit einem anderen Zuckerrest auf der Zellmembran einer Körperzelle.

2 Hintergrund

Durch die N-Acetyl-Glucosaminyl-Transferase entstehen Antigen-Determinanten von Körperzellen. Es gibt verschiedene Glykosyltransferasen, die jeweils spezifisch die Übertragung von bestimmten Zuckerresten katalysieren.

Die N-Acetyl-Glykosaminyl-Transferase katalysiert die Reaktion zwischen dem Phosphatidyl-Inositol, einem energiereichen Zucker, der in der Zellmembran von Erythrozyten verankert ist, und dem N-Acetyl-Glukosaminyl-Rest eines Glykoproteins, das auf der Aussenmembran des Erythrozyten gebunden wird, damit die gewünschte Antigen-Determinante entsteht.

Die N-Acetyl-Glykosaminyl-Transferase wird auf dem Phosphatidyl-Inositol-Glykan-A-Gen (PIGA) des X-Chromosoms kodiert. Eine Spontanmutation dieses Gens kann zu einer reduzierten Expression des Enzyms führen, d.h. reduzierter Enzymaktivität im Blutserum. Das reduziert die Ausbildung von Antigen-Determinanten auf den Erythrozyten. Damit ist der Weg frei für Angriffe des körpereigenen Komplementsystems auf die unvollständig gebildeten Erythrozyten, die als "fremd" erkannt werden.

Die durch Glykosyltransferasen katalysierte Verknüpfung von Glykoproteinen und Zellmembran ist ebenfalls wichtig für die Ausbildung von Blutgruppen.

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Fachgebiete: Biochemie

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