Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Monozytopenie

Synonym: Monopenie

1 Definition

Als Monozytopenie bezeichnet man die verminderte Anzahl an Monozyten im Blut im Vergleich zur altersadaptierten Referenz.

2 Terminologie

Gelegentlich wird der Begriff Monozytopenie auch für die Verminderung der Zellzahl einer einzigen hämatopoetischen Zellreihe im Blut verwendet, d.h. beim Vorliegen einer Anämie, Leukozytopenie oder Thrombozytopenie.

3 Referenzbereich

Die Anzahl an im Blut zirkulierender Monozyten ist physiologischerweise relativ gering. Im normalen Differentialblutbild machen Monozyten zwischen 1-6 % der zirkulierenden Leukozyten des peripheren Blutes aus, entsprechend etwa 200-600 Monozyten pro Mikroliter (µl) Blut. Werden diese Werte unterschritten, spricht man von einer Monozytopenie.

Ausschlaggebend für die genaue Beurteilung sind die vom jeweiligen Labor angegebenen Referenzwerte.

4 Vorkommen

Meist treten Monozytopenien bei akuten Infektionen, Stress oder unter Glukokortikoidtherapie auf. Weiterhin führen Arzneimittel, welche die Neutrophilenproduktion unterdrücken, sowie eine Zytostatikatherapie zu einer Monozytopenie.

Schwere Monozytopenie können zudem im Rahmen generalisierter Zytopenien (z.B. bei Aplastischer Anämie, Haarzellleukämie, AML) auftreten oder genetisch bedingt aufgrund der sporadischen autosomal-dominanten Monozytopenie (GATA2-Mutation).

Fachgebiete: Hämatologie

Diese Seite wurde zuletzt am 25. November 2020 um 12:50 Uhr bearbeitet.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

1 Wertungen (5 ø)

24 Aufrufe

Hast du eine allgemeine Frage?
Hast du eine Frage zum Inhalt?
Copyright ©2020 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: