Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Zeit mit der Familie! Wir wünschen euch fröhliche Feiertage!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Minimal-Change-Glomerulonephritis

(Weitergeleitet von Minimal change Glomerulonephritis)

Synonym: Lipoidnephrose
Abkürzung: MCGN

1 Definition

Die Minimal-Change-Glomerulonephritis, kurz MCGN, ist eine insbesondere bei Kleinkindern häufig auftretende Form der Glomerulonephritis.

2 Histologie

Charakteristisch für die Minimal-Change-Glomerulonephritis ist das unauffällige, einem Normalbefund entsprechende lichtmikroskopische Bild. Ein lichtmikroskopisches Zeichen für das Vorliegen einer MCGN sind fettige Ablagerungen in den proximalen Anteilen des Tubulussystems. Dies ist auf die vermehrte Filtration von Lipoproteinen aufgrund der glomerulären Schädigung zu erklären.

Elektronenmikroskopisch lässt sich eine Verbreiterung der Podozytenfortsätze erkennen, die Architektur des glomerulären Filters ist gestört. An einigen Stellen sind die Podozyten von der Basalmembran abgelöst.

3 Symptome

Häufig suchen die Patienten beziehungsweise deren Eltern den Arzt wegen eines schäumenden Urins als Zeichen einer Proteinurie auf. Die betroffenen Patienten haben ein nephrotisches Syndrom, die dabei auftretende große Proteinurie ist in der Regel glomerulär selektiv.

Die Retentionswerte und der Blutdruck sind dabei in der Regel im Normbereich.

4 Therapie

90 % der Betroffenen sprechen gut auf eine Therapie mit Glukokortikoiden an. Üblich ist bis zu 8 Wochen mit Prednison (1 mg/kg Körpergewicht pro Tag) zu behandeln. Die Dosis kann bei rückläufiger Proteinurie schrittweise reduziert werden.

Allerdings kommt es bei über zwei Dritteln der so therapierten erneut zu Proteinurien.

5 % der Betroffenen entwickeln innerhalb der nächsten 25 Jahre eine terminale Niereninsuffizienz.

Bei Nichtansprechen auf Glukokortikoide sind andere Formen der Glomerulonephritis (z.B. die fokal segmentale Glomerulosklerose) in Betracht zu ziehen.

Bei häufigem Aufreten von Rezidiven und/oder einer Verschlechterung der Symptomatik bei verringerter Glukokortikoid-Dosis kann der Einsatz von Zytostatika in Erwägung gezogen werden.

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