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Milzvenenthrombose

Englisch: splenic vein thrombosis

1 Definition

Als Milzvenenthrombose bezeichnet man den Verschluss der Vena lienalis durch Thrombosierung des Gefäßes.

2 Ursachen

3 Klinik

In der Regel bestehen unspezifische linksseitige epigastrische Schmerzen. Der venöse Rückstau in die Milz bedingt eine Splenomegalie mit Gefahr des Hypersplenismus oder Infarzierung des Milzparenchyms mit massiver Verschlechterung der Symptomatik. Durch Kurzschlüsse zur Vena gastroomentalis sinistra kann es in Folge venöser Hypertension der Venae gastricae zur Ausprägung von Fundusvarizen mit komplikationsbedingten Blutungen kommen.

4 Diagnostik

Die Diagnostik erfolgt sonographisch, z.B. durch konventionelle Sonographie oder Doppler- bzw. Duplexsonographie zur Gefäßdarstellung. Eine weitere Option ist die angiographische Darstellung der Vena lienalis.

Bei extravasaler Ursache ist die bildgebende Befundung des Pankreas (Sonographie, MRT) zum Aufspüren von Zysten oder Tumoren hinzuziehen, bei Verdacht auf variköse Veränderungen der Fundusvenen die endoskopische Darstellung des Magens (Gastroskopie).

5 Therapie

Im Vordergrund der Therapie steht die chirurgische Rekanalisation der Milzvene mittels Thrombektomie. Bei hochgradiger Milzschädigung (massive Splenomegalie, Hypersplenismus, Milzinfarkt, Ruptur) ist eine Splenektomie indiziert. Zur Ursachenausschaltung ist die begleitende Behandlung der Grunderkrankung obligat.

Diese Seite wurde zuletzt am 26. Juni 2017 um 11:07 Uhr bearbeitet.

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