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Magenentleerung

Englisch: gastric emptying

1 Definition

Der Begriff Magenentleerung bezeichnet die Beförderung von im Magen befindlichem Speisebrei ins Duodenum.

2 Ablauf

Die Entleerung des Speisebreis erfolgt portionsweise. Jeweils etwa 10 ml Speisebrei werden vom Magen in das Duodenum befördert. Flüssigkeiten werden schneller transportiert als feste Nahrung.

Durch einen erhöhten Tonus des proximalen Magens gelangt vermehrt Speisebrei in Richtung des distalen Magens. Eine vermehrte Peristaltik der glatten Muskulatur des Antrum pyloricum und die zeitweise Relaxation der Ringmuskulatur des Pylorus und somit die Öffnung des Magenpförtners ermöglichen den Übertritt in den Zwölffingerdarm.

3 Steuerung

Die Magenentleerung wird reflektorisch durch den Nervus vagus sowie hormonell gesteuert. Eine vermehrte mechanische Magendehnung nach Nahrungsaufnahme und das Hormon Gastrin fördern die Magenentleerung. Die mechanische Dehnung des Duodenums wiederum hemmt den Vorgang.

Auch die Nahrungszusammensetzung beeinflusst die Geschwindigkeit der Magenentleerung. Kohlenhydratreiche Nahrung beschleunigt sie, während fettreiche Nahrung sie verlangsamt, da der Magen eine wichtige Rolle bei der Aufbereitung der Nahrungsfette zu einer Emulsion spielt.

4 Magenentleerungsstörung

Eine Magenentleerungsstörung führt zu einem verlängertem Verbleib der Nahrung im Magen und kann zu gastroösophagealem Reflux führen. Ursächlich können sein:

5 Quellen

Fachgebiete: Physiologie

Diese Seite wurde zuletzt am 1. September 2021 um 12:47 Uhr bearbeitet.

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