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Magen-Darm-Passage

Abk.: MDP

1 Definition

Die Magen-Darm-Passage ist ein kontrastmittelgestütztes röntgenologisches Untersuchungsverfahren zur Darstellung von Magen und Dünndarm.

2 Durchführung

Nach oraler Verabreichung eines röntgendichten Kontrastmittels (i.d.R. Bariumsulfat) erfolgt

  • die Anfertigung von Einzelaufnahmen in definierten Zeitabständen (z.B. 30 min, 2h, 6h) bzw.
  • die kontinuierliche Darstellung der Kontrastmittelverteilung mittels Monitor.

3 Aussagekraft

Die MDP ermöglicht

4 Indikation

Die Magen-Darm-Passage ist mit einer relativ hohen Strahlenbelastung verbunden und besitzt nur eine eingeschränkte Aussagekraft. Deshalb ist radiologische Magendiagnostik weitgehend durch die Gastroskopie und Endosonographie abgelöst worden. Die Endoskopie bietet darüber hinaus den Vorteil, im Rahmen der Untersuchung Biopsien verdächtiger Befunde entnehmen zu können. Daher beschränkt sich heute der Einsatz der Röntgendiagnostik auf die Untersuchung der endoskopisch nicht erreichbaren, distalen Dünndarmanteile. Hier wird in der Regel statt der MDP die Dünndarmdarstellung nach Sellink gewählt, da sich der Dünndarm ohne Kontrastmittelüberlagerung aus dem Magen darstellt. Durch die Weiterentwicklung der Kapselendoskopie ergeben sich in Zukunft auch hier neue Alternativen.

Die Magen-Darm-Passage wird noch eingesetzt

5 Nebenwirkungen/Risiken

Abgesehen von der Strahlenbelastung ist die Magen-Darm-Passage ein schonendes Untersuchungsverfahren. Als Nebenwirkungen können auftreten:

  • Durchfall durch das Kontrastmittel
  • Allergische Reaktionen (sehr selten)

Tags:

Fachgebiete: Diagnostik, Radiologie

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