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Sekretionsphase

(Weitergeleitet von Lutealphase)

Synonyme: Lutealphase, Gelbkörperphase, gestagene Phase

1 Definition

Die Sekretionsphase oder Lutealphase ist der Abschnitt des weiblichen Zyklus, der unmittelbar auf die Proliferationsphase bzw. die Ovulation folgt und mit dem Beginn der nächsten Menstruation endet. Die Sekretionsphase ist relativ konstant lang. Sie dauert zwischen 12 und 16 Tagen und umfasst im Modellzyklus den 15. bis 28. Zyklustag.

2 Physiologie

Nach der Ovulation wandelt sich der Graaf-Follikel im Ovar unter dem Einfluss von LH zum Gelbkörper (Corpus luteum) um. Die Granulosaluteinzellen produzieren unter weiterer LH-Steuerung das Hormon Progesteron, die Thekaluteinzellen Progesteron und Testosteron, das von den Granulosaluteinzellen zu Estradiol umgewandelt wird.

Die kombinierte Östrogen- und Progesteronwirkung bewirkt eine sekretorische Transformation der Uterusschleimhaut. Es kommt zu einem Ausbau der Gefäßversorgung, zu einem Längenwachstum der Glandulae uterinae, und zur Bildung eines glykogenreichen Sekrets durch die vergrößerten Schleimhautdrüsen. Die Stromazellen vergrößern sich und lagern Glykogen und Lipoide ein, die dem Keim später als Nährstoffe dienen sollen. Diesen Prozess bezeichnet man in seiner Gesamtheit auch als Dezidualisierung. Die Stromazellen nennt man analog Pseudodeziduazellen.

Die Gebärmutterschleimhaut wird durch diese Veränderungen auf die Einnistung (Nidation) der befruchteten Eizelle vorbereitet. Kommt es nicht zu einer Schwangerschaft, wird die Luteolyse und damit der Abbau des Gelbkörpers eingeleitet. Sie endet mit der bindegewebigen Umwandlung des Gelbkörpers zum Corpus albicans. Mit der fortschreitenden Degeneration des Gelbkörpers kommt auch die Progesteronproduktion schrittweise zum Erliegen. Ab dem 25. Zyklustag lösen die stark sinkenden Hormonspiegel Kontraktionen der Spiralarterien des Uterus aus. Die so genannte ischämische Phase beginnt, die auch als eigenständige Phase des weiblichen Zyklus geführt wird. Die Gebärmutterschleimhaut wird in dieser Phase nicht mehr adäquat durchblutet. Mit der einsetzenden Ischämie kommt es zur Abstoßung der Schleimhaut und damit zur Menstruation. Mit dem Ende der ischämischen Phase nimmt die anschließende Desquamationsphase ihren Lauf.

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