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Linsenepithel

Englisch: lense epithelium

1 Definition

Das Linsenepithel ist ein einschichtiges, flaches bis isoprismatisches Epithel auf der Vorderfläche der Augenlinse. Es ist aus spezialisierten Linsenepithelzellen (LECs) aufgebaut.

2 Histologie

Das Linsenepithel befindet sich direkt unterhalb der Linsenkapsel an der Vorderfläche der Augenlinse. Auf der Rückseite der Linse fehlt es. Die Linsenkapsel dient als Basallamina der Verankerung der Zellen.

Das Linsenepithel erstreckt sich vom vorderen Linsenpol bis zum Linsenäquator. Entsprechend unterscheidet man von zentral nach peripher drei Zonen:

  • zentrales Linsenepithel
  • germinative Zone in der Prääquatorialregion (Zona germinativa, Wachstumszone)
  • Äquatorialregion

Nur die Zellen der germinativen Zone bleiben lebenslang teilungsfähig, sind also als Stammzellen anzusehen. Aus diesen Zellen entwickeln sich die Linsenfaserzellen (LFCs) und damit die Faserelemente des Linsenkörpers.

3 Klinik

Degenerative Veränderungen oder Schäden des Linsenepithels können zu einer Katarakt führen. Typische Noxen sind UV-Strahlung, Peroxide und Zytokine. Diese kataraktogenen Faktoren aktivieren die Zellproliferation und -migration sowie die mesenchymale Transformation und Anhäufung von Extrazellulärmatrix.

Tags:

Fachgebiete: Augenheilkunde, Histologie

Diese Seite wurde zuletzt am 18. Februar 2021 um 12:45 Uhr bearbeitet.

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