Eschscholzia californica
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LoslegenSynonyme: Kalifornischer Mohn, Kalifornischer Kappenmohn, Goldmohn, Schlafmützchen (ugs.)
Englisch: california poppy
Definition
Eschscholzia californica ist eine Gift- und Arzneipflanze aus der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae). Sie wird häufig als Zierpflanze in Gärten und Wiesen verwendet.
Taxonomie
- Ordnung: Ranunculales
- Familie: Papaveraceae
- Unterfamilie: Papaveroideae
- Familie: Papaveraceae
Es sind mehrere Unterarten der Eschscholzia californica bekannt. Taxonomisch akzeptiert sind dabei vor allem die Spezies Eschscholzia californica subsp. californica und Eschscholzia californica subsp. mexikana.
Vorkommen
Der Kalifornische Mohn stammt ursprünglich aus dem westlichen Nordamerika, mit dem Verbreitungsschwerpunkt in Kalifornien und den südwestlichen US-Bundesstaaten; das natürliche Areal reicht südlich bis ins nordwestliche Mexiko (Baja California).[1] In Deutschland ist die Art teilweise verwildert (unbeständig) und eine beliebte Zierpflanze in Gärten. Die Samen können in Saatgutmischungen für Blumenwiesen vorkommen.
Inhaltsstoffe
Eschscholzia californica enthält verschiedene Isochinolinalkaloide, Xanthophylle und Flavonoide. Als pharmakologisch relevante Hauptalkaloide gelten Californidin, Eschscholzin (Escholtzin) und Protopin; daneben kommen u.a. Allocryptopin vor.[2]
Medizinische Bedeutung
Das Kraut des Kalifornischen Mohns (Eschscholziae herba) wird traditionell bei nervöser Anspannung und bei leichten Schlafstörungen angewendet.[3] In Deutschland gibt es derzeit (2026) ein Nahrungsergänzungsmittel in Kombination mit Baldrian und Melatonin.[4] In der Homöopathie wird Kalifornischer Mohn ebenfalls bei leichten Schlafstörungen eingesetzt.
Im Jahr 2000 meldete das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim ein Patent auf ein Extrakt zur Behandlung von Depressionen an.[5]
Einige amerikanische Ureinwohner setzten den Sud des Krautes wegen des hohen Alkaloidgehalts gegen Läuse ein.
Toxikologie
Durch den Gehalt an Isochinolinalkaloiden kann der Verzehr der Pflanze zu leichten Vergiftungen führen. Giftig sind alle Pflanzenteile, wobei der Alkaloidgehalt in den Wurzeln vergleichsweise höher ist. Vergiftungserscheinungen sind Übelkeit, Erbrechen und Magenschmerzen.
Trivia
Der Kalifornische Mohn ist Giftpflanze des Jahres 2016.
Quellen
- ↑ Nguyen et al. A genome assembly of the California poppy, Eschscholzia californica. J Hered. 117(2):309–317. 2026
- ↑ Chauveau et al. Alkaloids in commercial preparations of California poppy – Quantification, intestinal permeability and microbiota interactions. Biomed Pharmacother. 166:115420. 2023
- ↑ European Medicines Agency – European Union herbal monograph on Eschscholzia californica Cham., herba. 2015
- ↑ myLaif – Lunalaif, abgerufen am 15.06.2026
- ↑ WIPO – WO2000027412, abgerufen am 17.01.2024
Literatur
- PharmaWiki – Kalifornischer Mohn, abgerufen am 17.01.2014
- Jagel. Eschscholzia californica – Kalifornischer Kappenmohn, Schlafmützchen, Goldmohn (Papaveraceae), Giftpflanze des Jahres 2016. Jahrb. Bochumer Bot. Ver. 8:253-259. 2017