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Isosporose

Englisch: isosporiasis

1 Definition

Isosporose ist eine seltene, durch Isospora hervorgerufene, bevorzugt in tropischen und subtropischen Ländern auftretende Dünndarminfektion.

2 Erreger

Humanpathogene Erreger sind Isospora belli und Isospora natalensis. Es handelt sich um Sporenbildende, einzellige, obligat intrazelluläre Parasiten die zu den Apicomplexa gehören. Eine Infektion kann bei immunsupprimierten, älteren Menschen und Kindern einen lebensbedrohlichen Verlauf nehmen.

3 Krankheitsbild

Infizierte dehydrieren unter rezidivierenden Diarrhöen mit krampfartigen abdominalen Schmerzen, die mehrere Wochen anhalten können. Der Erreger befällt die epitheliale Darmschicht und führt zu Gewichtsverlust und verminderter Resorption der Nahrungsbestandteile. Im Unterschied zu anderen Protozoen-Infektionen kann es zu Eosinophilie kommen.

4 Infektionsweg

Die Infektion erfolgt durch orale Aufnahme von Oozysten, die sich im Dünndarm sowohl sexuell wie asexuell vermehren. Infizierte Personen und Tiere scheiden mit den Fäzes fertilisierte, infektiöse Eier aus. Der Zwischenwirt ist unbekannt. Der Erreger kann sowohl Mensch als auch Tier befallen.

5 Diagnostik

Mikroskopischer Nachweis der Oozysten und Sporozoiten im Stuhl. Morphologischer Vergleich mit anderen intestinalen Parasiten.

6 Prävention

In gefährdeten Gebieten sollte keine rohe Nahrung verzehrt werden.

7 Therapie

Zur Therapie eignen sich Cotrimoxazol, Trimethoprim plus Sulfamethoxazol oder Roxithromycin.

siehe auch: Isosporose (Fleischfresser)

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