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Internukleäre Ophthalmoplegie

Synonym: Ophthalmoplegia internuclearis
Englisch: internuclear ophthalmoplegia

1 Definition

Der Begriff internukleäre Ophthalmoplegie, kurz INO, bezeichnet eine durch Läsion des Fasciculus longitudinalis medialis hervorgerufene externe Ophthalmoplegie.

ICD10-Code: H51.2

2 Ätiologie

Ursächlich für eine Läsion des medialen Längsbündels können sein:

3 Pathophysiologie

Die Symptomatik der INO betrifft die horizontalen Blickbewegungen (Nystagmus), wobei die reziproke internukleäre Faserverbindung zwischen dem Nucleus nervi oculomotorii (III) und dem kontralateralen Nucleus nervi abducentis betroffen ist. Bei einseitiger Läsion treten isolierte Adduktions- oder Abduktionsstörungen des kontralateralen Auges auf.

4 Klinische Einteilung und Symptomatik

Entsprechend des jeweiligen Ausfalls differenziert man

  • Ophthalmoplegia internuclearis anterior (supranucleäre Medialisparese, Lhermitte-Lähmung) mit Verlust des Adduktionsvermögens, wobei die Konvergenzreaktion aufgrund der Ansteuerung durch präokulomotorischer Zentren unbeeinträchtigt ist. Kompensatorisch erfolgt ein Nystagmus des abduzierten Auges.
  • Ophthalmoplegia internuclearis posterior mit Verlust der Abduktionsfähigkeit eines Auges

5 Diagnostik

Die Diagnostik erfolgt durch Überprüfung von

Zur Ursachenabklärung sind bildgebende Verfahren (MRT) und eine weiterführende neurologische Diagnostik (z.B. Lumbalpunktion) unerlässlich.

siehe auch: Nervus oculomotorius, Nervus abducens

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