Immediate-Pontic-Technik
Wir werden ihn in Kürze checken und bearbeiten.
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Definition
Die Immediate-Pontic-Technik ist ein chirurgisch-prothetisches Verfahren zur Socket Preservation (Erhalt des Alveolarkamms). Hierbei ragt unmittelbar nach einer Zahnextraktion ein speziell geformtes Brückenzwischenglied in die frische Extraktionsalveole, um das Weichgewebe zu stützen und ein natürliches Emergenzprofil zu erhalten.
Vorgehen
Eine minimalinvasive Extraktion ist Voraussetzung für den Erfolg. Der Zahn wird unter maximaler Schonung der Alveolenwände, insbesondere der dünnen vestibulären Lamelle, extrahiert.
Das Provisorium wird am Zwischenglied basal so modifiziert, dass es eine ovoide (eiförmige), konvexe Form erhält. Das Pontic ragt ca. 2,5 bis 3 mm (gemessen vom gingivalen Rand) in die Alveole hinein und stabilisiert durch leichten Druck das Blutkoagulum. Die basale Fläche muss zwingend auf Hochglanz poliert sein, um die Plaqueakkumulation zu minimieren und eine reizlose Heilung zu ermöglichen.
Nach einer Ausheilzeit von etwa vier Wochen wird das Provisorium entfernt und das Zwischenglied basal leicht reduziert. Für diese Phase wird das Zwischenglied so angepasst, dass nur noch etwa 1,5 bis 2 mm unterhalb des Gingivaverlaufs liegt, wobei die ovoide, konvexe Form der Kontaktfläche beibehalten wird.
Nachsorge
Der Patient muss darauf hingewiesen werden, dass die Reinigung unter dem Pontic essenziell für den Erhalt des Weichgewebes ist. Die Anwendung von flauschiger Zahnseide sollte täglich erfolgen, sobald die initiale Wundheilung dies zulässt.
Quellen
- Kern et al., Curriculum Prothetik, 5., überarbeitete und erweiterte Auflage, 2022