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Heteroptera

von griechisch: ἕτερο ("hetero") - anders, verschieden; τὸ πτερόν ("pteron") - der Flügel
Synonym: Wanzen
Englisch: bugs

1 Definition

Als Heteroptera oder Wanzen bezeichnet man ein Taxon der Ordnung Hemiptera (Schnabelkerfe) innerhalb der Klasse der Insecta (Insekten).

2 Taxonomie

3 Morphologie

Heteroptera sind zwischen 3 und 6 mm lang und haben einen dorsoventral abgeflachten Körper. Sie bestehen aus drei Körperabschnitten (Caput, Thorax, Abdomen), die wiederum aus einzelnen Segmentabschnitten zusammengesetzt sind. Die Insekten besitzen einen langen Stech- oder Saugrüssel sowie viergliedrige Antennen (Fühler), stark reduzierte Flügel und drei Beinpaare.

4 Entwicklung

Der Entwicklungszyklus vom Ei über fünf Juvenilstadien bis hin zum Adultstadium dauert unter günstigen Bedingungen etwa 1,5 Wochen. Während den einzelnen Entwicklungssschritten müssen Heteroptera mehrmals Blut aufnehmen.

5 Epidemiologie

Heteroptera kommen bis zu einem Jahr ohne Nahrung aus, was ihnen eine lange Persistenz in Räumen ermöglicht.

Tagsüber verbergen sich die Parasiten in Schlupfwinkeln (z.B. unter Matratzen, hinter Möbeln, in Ritzen, in Legenestern von Hühnern u.ä.). Zur Blutmahlzeit wandern sie dann vorzugsweise nachts aus ihren Rückzugsorten aus, um ihre Wirte zu befallen.

6 Verbreitung

Wanzen sind weltweit verbreitet. Sie sind an nahezu alle Lebensräume angepasst und können auch stark ausgeprägte Habitate besiedeln. Die meisten Arten sind wärme- und trockenheitsliebend (xerothermophil).

7 Vertreter

Die Systematik der Heteroptera ist bis dato (2019) noch nicht abgeschlossen. Man unterscheidet 7 Teilordnungen, die 24 Überfamilien mit etlichen Arten enthalten. Sowohl in der Human- als auch in der Veterinärmedizin ist hauptsächlich Cimex lectularius (Gemeine Bettwanze) als Parasit von Bedeutung. Bei den Tieren können zusätzlich noch folgende Heteropta-Arten parasitieren: Cimex columbarius (Taubenwanze) und Oeciacus hirundinus (Schwalbenwanze).

Raubwanzen aus der Familie Reduviidae (Gattungen Triatoma, Rhodenius u.a.) spielen als Vektor der Chagas-Krankheit in Lateinamerika eine Rolle.

8 Literatur

  • Eckert, Johannes, Friedhoff, Karl Theodor, Zahner, Horst, Deplazes, Peter. Lehrbuch der Parasitologie für die Tiermedizin. 2., vollständig überarbeitete Auflage. Enke-Verlag, 2008.

9 Quelle

Diese Seite wurde zuletzt am 14. Juni 2019 um 15:07 Uhr bearbeitet.

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