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Hamatumfraktur

1 Definition

Eine Hamatumfraktur ist ein Knochenbruch des Os hamatum der Handwurzel.

2 Einteilung

Bei der Hamatumfraktur unterscheidet man zwischen:

2.1 Typ 1

2.1.1 Ätiopathogenese

Eine Fraktur des Hamulus entsteht häufig in Folge eines direkten Traumas auf den Hypothenar. Dazu kann es u.a. beim Golfen, aber auch beim Tennis- und Squashspielen kommen.

2.1.2 Klinik

In der klinischen Untersuchung präsentiert sich bei einer Hamulusfraktur oft ein lokaler Druckschmerz sowie eine Griffschwäche.

Komplikationen umfassen ein Loge-de-Guyon-Syndrom und eine sekundäre Beugesehnenruptur. Weiterhin kann sich eine Pseudarthrose entwickeln.

2.1.3 Diagnostik

Der diagnostische Nachweis kann mittels Röntgen durch Spezialaufnahmen (Karpaltunnelaufnahme und semisupinierte Aufnahme) oder CT-Aufnahmen erfolgen.

2.1.4 Therapie

Wird die Diagnose frühzeitig gestellt, kann die Fraktur konservativ mittels Ruhigstellung therapiert werden. Bei Dislokation muss eine Schraubenosteosynthese oder eine Exstirpation des Hamulusfragments durchgeführt werden. Bei diesem technisch anspruchsvollen Eingriff muss der Ramus profundus des Nervus ulnaris, der ulnar um den Hamulus herum nach distal in die Tiefe zieht, geschont werden.

Bei anhaltenden Beschwerden aufgrund einer Pseudarthrose, kann der Hamulus entfernt werden.

2.2 Typ 2

2.2.1 Diagnostik

Wenn die Fraktur nicht oder nur gering disloziert ist, kann sie auf konventionellen Röntgenbildern leicht übersehen werden. Bei klinischem Verdacht sollte daher eine CT-Aufnahme der Handwurzel zur Diagnosesicherung und zur Beurteilung des gesamten knöchernen Verletzungsausmaßes angefertigt werden.

2.2.2 Therapie

Nicht oder wenig dislozierte Hamatumkorpusfrakturen können konservativ durch Ruhigstellung für 4-6 Wochen behandelt werden. Handelt es sich um eine transkapitale oder karpometakarpale Luxationsfraktur, wird hingegen ein operatives Vorgehen mit offener Reposition sowie Osteosynthese und Transfixierung durch Schrauben bzw. Drähte empfohlen. Querfrakturen des Hamatums werden häufig ebenfalls durch Reposition und Osteosynthese therapiert.

3 Literatur

Diese Seite wurde zuletzt am 16. Dezember 2020 um 16:55 Uhr bearbeitet.

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