Globale Auswurffraktion
Englisch: global ejection fraction, GEF
Definition
Die globale Auswurffraktion, kurz GEF, ist ein hämodynamischer Parameter zur Beurteilung der globalen systolischen Pumpfunktion beider Ventrikel. Sie beschreibt das Verhältnis von Schlagvolumen (SV) zum globalen enddiastolischen Volumen (GEDV). Die Angabe erfolgt in Prozent.
Hintergrund
Die globale Auswurffraktion ist ein volumetrischer Index der systolischen Funktion. Das GEDV dient als Surrogatparameter der enddiastolischen Füllung beider Herzkammern.
Im Gegensatz zur echokardiographisch bestimmten linksventrikulären Ejektionsfraktion erfasst die GEF die Gesamtfunktion beider Ventrikel. Die Berechnung basiert auf Messungen der transpulmonalen Thermodilution.
Berechnung
Messung
Die Bestimmung erfolgt mittels transpulmonaler Thermodilution über ein arterielles Thermistor-Katheter-System. Nach Injektion eines Kältebolus in eine zentrale Vene wird die Temperaturänderung in einer peripheren Arterie registriert.
Aus der Thermodilutionskurve werden Herzzeitvolumen, Schlagvolumen und GEDV berechnet. Die globale Auswurffraktion ergibt sich rechnerisch aus diesen Parametern.
Referenzbereich
Die globale Auswurffraktion liegt physiologisch typischerweise bei etwa 25–35 %.
Interpretation
Eine erniedrigte GEF weist auf eine eingeschränkte globale systolische Pumpfunktion hin. Normale oder erhöhte Werte können bei hyperdynamen Kreislaufzuständen auftreten.
Die GEF dient der hämodynamischen Beurteilung bei septischem Schock, kardiogenem Schock und anderen intensivmedizinischen Notfällen.
Quellen
- getinge.com - GEF, abgerufen am 02.03.2026
- Huber et al., Comparison of pulmonary vascular permeability index PVPI and global ejection fraction GEF derived from jugular and femoral indicator injection using the PiCCO-2 device: A prospective observational study, PLoS One, 2017