Gerontopsychologie
von altgriechisch: γέρων ("géron") - Greis, alter Mensch; ψυχή ("psychḗ") - Seele; λόγος ("lógos") - Lehre
Definition
Die Gerontopsychologie ist ein Teilgebiet der Psychologie, das Emotionen, Verhalten und kognitive Leistungsfähigkeit von Menschen im höheren Lebensalter wissenschaftlich untersucht. Sie ist eng mit der Geriatrie, Gerontologie und den Sozialwissenschaften verknüpft.
Themenfelder
Themenfelder der Gerontopsychologie sind u. a.:
- altersbedingte Veränderungen von Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Denken
- emotionale Entwicklung und Zufriedenheit im Alter
- Bewältigung von Verlusten, Krankheit und Rollenveränderungen
- Neuronale Plastizität und Kompensationsmechanismen
- soziale Beziehungen, Isolation und Einsamkeit
- psychische Erkrankungen im Alter (z. B. Demenz, Depression und Angststörung)
Klinische Bedeutung
Die Gerontopsychologie ist eine wissenschaftliche Grundlage für den professionellen Umgang mit älteren Menschen in Medizin, Pflege, Psychotherapie und Sozialarbeit. Sie trägt zu einem differenzierten Verständnis altersbezogener Veränderungen bei und unterstützt die Förderung von Autonomie und Lebensqualität im Alter.
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Fachgebiete:
Psychologie
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