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Corpus luteum persistens (Veterinärmedizin)

(Weitergeleitet von Gelbkörperpersistenz (Veterinärmedizin))

Synonyme: Gelbkörperpersistenz, persistierender Gelbkörper

1 Definition

Ein Corpus luteum persistens entsteht nach ausbleibender Rückbildung (Luteolyse) des Gelbkörpers (Corpus luteum) und bleibt somit auch ohne Trächtigkeit bestehen.

2 Ätiologie

2.1 Wiederkäuer

Bei Wiederkäuern kommt ein Corpus luteum persistens meist in Kombination mit einer Endometritis vor, da hier die PGF-Synthese durch die Schädigung des Endometriums herabgesetzt wird und es somit zu keiner Rückbildung des Corpus luteum kommt.

2.2 Pferd

Bei Pferden ist die Ausbildung eines Corpus luteum persistens meist auf die Ovultaion eines sogenannten Zwischenrossefollikels zurückzuführen. Auch das Absterben des Embryos nach der maternalen Erkennung kann zu einer Gelbkörperpersistenz führen.

3 Pathophysiologie

Das Corpus luteum persistens produziert auch ohne vorhandene Trächtigkeit weiterhin das trächtigkeitserhaltende Hormon Progesteron. So kommt es zu verlängerten Sexualzyklen, da die Lutealphase "grundlos" und teils verlängert abläuft.

4 Therapie

Die Therapie erfolgt durch künstliche Induktion eines neuen Zyklus mithilfe von PGF (z.B. Cloprostenol), wodurch der persistierende Gelbkörper abgebaut wird.

Diese Seite wurde zuletzt am 19. April 2021 um 09:47 Uhr bearbeitet.

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