Gaschromatographie mit Massenspektrometrie
Englisch: gas chromatography–mass spectrometry
Definition
Die Gaschromatographie mit Massenspektrometrie, kurz GC-MS, ist ein analytisches Verfahren zur Trennung, Identifizierung und Quantifizierung von Substanzen. Sie ist eine Kombination aus Gaschromatographie (GC) und Massenspektrometrie (MS).
Hintergrund
Die GC-MS zeichnet sich durch eine hohe Sensitivität und Spezifität aus. Sie gilt in der forensischen Toxikologie, klinischen Chemie, Umweltanalytik und Pharmakologie als Referenzmethode.
Prinzip
Die GC-MS kombiniert zwei analytische Schritte.
- Bei der GC wird ein Substanzgemisch in der Gasphase auf einer kapillaren Säule aufgetrennt. Die Separation erfolgt aufgrund unterschiedlicher Wechselwirkungen der Analyten mit der stationären Phase sowie ihrer Flüchtigkeit.
- Bei der MS werden die eluierenden Substanzen in der Ionenquelle ionisiert, fragmentiert und entsprechend ihrem Masse-zu-Ladungs-Verhältnis (m/z) analysiert. Das entstehende Massenspektrum ist substanzspezifisch und erlaubt eine sichere Identifizierung über Spektrenbibliotheken.
Zwischen GC und MS befindet sich ein Interface, das den kontinuierlichen Transfer der eluierenden Analyten in das Hochvakuumsystem der MS ermöglicht.
Anwendungsbereiche
Typische Anwendungsgebiete in der Medizin sind u.a.:
- Nachweis von Drogen und Medikamenten in Blut oder Urin
- Analyse toxischer Substanzen in der Rechtsmedizin
- Bestimmung flüchtiger organischer Verbindungen
- Therapeutisches Drug Monitoring
Voraussetzung für die Analyse ist in der Regel die ausreichende Flüchtigkeit und thermische Stabilität der Substanz. Ggf. ist eine Derivatisierung erforderlich.