Flexikon: EKG-Abbildung
Definition
EKG-Abbildungen veranschaulichen typische physiologische und pathologische Veränderungen im Elektrokardiogramm und dienen der Schulung in EKG-Befundung und Interpretation. Diese Seite bietet eine strukturierte Übersicht verschiedener Darstellungsformen.
siehe auch: Übersichtsseite aller Flexikon-Artikel mit EKG-Abbildungen
12-Kanal-EKGs
AAI-Schrittmacher
AV-Knoten-Reentry-Tachykardie
Kompletter Linksschenkelblock
Kompletter Rechtsschenkelblock
Vorderwandinfarkt
Vorhofflattern mit 4:1 AV Block
Sinusrhythmus
Ausgewählte Ableitungen
3-Kanal-EKG des McGinn-White-Syndroms
Rhythmusstreifen
AV-Block 2. Grades Typ Mobitz II
Respiratorische Sinusarrhythmie
Sinusbradykardie,Triggerpause und konsekutiver AAI-Schrittmachereinsatz
Sinustachykardie
Morphologische Erklärungen
J-Punkt
Der J-Punkt markiert das Ende des QRS-Komplexes und den Beginn der ST-Strecke. Eine Verschiebung kann auf pathologische Veränderungen wie eine Perikarditis oder eine Myokardischämie hinweisen.
P-Wellen-Konfigurationen
Die P-Welle repräsentiert die Vorhofdepolarisation. Veränderungen in Form, Amplitude oder Dauer können auf eine atriale Hypertrophie hinweisen – z. B. P-mitrale (breit, doppelgipflig) bei Mitralstenose oder P-pulmonale (spitz, überhöht) bei pulmonale Hypertonie oder Cor pulmonale.
QRS-Konfigurationen
Die QRS-Konfiguration beschreibt die morphologische Abfolge der Zacken im QRS-Komplex. Die Nomenklatur gibt dabei durch Groß- und Kleinschreibung die relative Amplitude wieder (z.B. rS vs. RS). Diese deskriptiven Muster sind diagnostisch wegweisend: Ein rSR'-Muster in V1 ist typisch für einen Rechtsschenkelblock, während ein tiefer QS-Komplex auf eine Infarktnarbe hindeuten kann.
ST-Senkungen
ST-Senkungen können Ausdruck einer subendokardialen Ischämie sein (z.B. bei Belastung oder NSTEMI), aber auch bei Digitaliswirkung oder Elektrolytstörung auftreten.