Fenticonazol
Handelsnamen: Fenizolan® u.a.
Synonyme: Fenticonazoli nitras u.a.
Englisch: fenticonazole
Definition
Fenticonazol ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Antimykotika und wird zur Behandlung von Pilzinfektionen im dermatologischen und gynäkologischen Bereich verwendet.
Wirkmechanismus
Die antimykotische Wirkung von Fenticonazol basiert auf der Inhibition von Lanosterol 14α-Demethylase in Pilzen, was zur Hemmung der Ergosterolsynthese führt. Dadurch wird die Membran proliferierender Pilzzellen in ihrer Funktion gestört und das Wachstum unterdrückt.
Wirkspektrum
Fenticonazol wirkt gegen ein breites Spektrum von Pilzen, insbesondere gegen Hefepilze wie Candida spp. (z.B. Candida albicans). Darüber hinaus besteht Wirksamkeit gegenüber Dermatophyten (z.B. Trichophyton, Microsporum) und teilweise gegenüber Schimmelpilzen. Neben der antimykotischen Wirkung zeigt Fenticonazol auch Aktivität gegen grampositive Bakterien, darunter Staphylokokken und Streptokokken.
Pharmakokinetik
Die systemische Resorption von Fenticonazol über Haut und Schleimhäute ist gering, sodass relevante Plasmaspiegel in der Regel nicht erreicht werden. Die Wirkung entfaltet sich primär lokal am Applikationsort. Systemische Effekte sind daher selten.
Indikationen
Fenticonazol ist im Rahmen der Therapie von Vaginal- und Dermatomykosen indiziert.
Darreichungsform
Das Arzneimittel wird als Creme, Lösung, Spray oder Vaginalzäpfchen angewendet.
Nebenwirkungen
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff
- Verhütung mit mechanischen Kontrazeptiva ist kontraindiziert.
- Schwangerschaft aufgrund mangelnder Untersuchungen
- Während der Stillzeit stellt die Anwendung im Brustbereich sowie als Vaginalzäpfchen eine Kontraindikation dar.
- Säuglinge, Kleinkinder