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Eruptive Vellushaarzyste

Englisch: eruptive vellus hair cyst

1 Definition

Eine eruptive Vellushaarzyste ist ein Adnextumor mit Haarfollikeldifferenzierung.

2 Ätiologie

Eruptive Vellushaarzysten entstehen vermutlich durch autosomal-dominant vererbte oder spontane Mutationen von Keratin 17 auf Chromosom 17 (Genlokus 17q21.2). Ob es sich beim Steatocystoma multiplex um ein Spektrum einer identischen Krankheitsentität handelt, ist derzeit (2020) unklar. Eruptive Vellushaarzysten sind mit einer Pachyonychia congenita Typ II assoziiert.

3 Klinik

Eruptive Vellushaarzysten manifestieren sich als disseminierte, hautfarbene, schmerzlose, 1-3 mm große, komedoartige Papeln. Sie sind z.T. bereits bei Geburt vorhanden, verstärkt jedoch während der Pubertät. Typische Lokalisationen sind Brust und Rücken aber auch Gesicht oder die proximalen Extremitäten. Sie können sich sowohl entzünden als auch spontan zurückbilden.

4 Histopathologie

Die eruptiven Vellushaarzysten sind mit Plattenepithel ausgekleidet, das sowohl trichilemmal als auch epidermal verhornen kann. Im Lumen sind locker geschichtetes Hornmaterial und Anschnitte von kleinen Vellushaaren erkennbar. Ein Stratum granulosum fehlt.

5 Differenzialdiagnosen

6 Therapie

Bisher angewendete Therapien zeigen meist nur unbefriedigende kosmetische Ergebnisse. Einzelne Zysten können operativ entfernt werden. Weiterhin können Diathermie, CO2-Laser und Isotretinoin erwogen werden.

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Fachgebiete: Dermatologie

Diese Seite wurde zuletzt am 26. November 2020 um 22:58 Uhr bearbeitet.

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