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Liebe Autoren, Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 12. bis 27. Juni 2021 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 28. Juni könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben. Unser Tipp: Genießt die Sonne! Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr frisch erholt wiederkommt! Bis bald Euer Flexikon-Team

Erste Hilfe

(Weitergeleitet von Erste-Hilfe)

1 Definition

Als Erste Hilfe bezeichnet man Maßnahmen, die von einem Laienhelfer durchgeführt werden können, um in einem medizinischen Notfall die akute Gefährdung durch Gesundheitsstörungen zu überbrücken bis professionelle Hilfe (Rettungsdienst mit Rettungsassistent oder Notarzt) eintrifft.

Die Erste Hilfe gehört zu den Lebensrettenden Sofortmaßnahmen, welche zusätzlich zur ersten medizinischen Hilfe auch das Absetzen eines Notrufs (z.B. 112) und ggf. die Absicherung der Unfallstelle und Betreuung des/der Verletzten umfassen.

2 Erste-Hilfe-Maßnahmen

Beispiele für Erste-Hilfe-Maßnahmen sind:

  • Sicherung der Vitalfunktionen (Basic Life Support): falls kein Kreislauf (also kein tastbarer Puls) und keine Atmung vorhanden sind, sollte abwechselnd Herzdruckmassage (30 mal) und Beatmung (2 mal) durchgeführt werden; ggf. kann auch ein Laienhelfer eine Defibrillation durchführen (z.B. Flughäfen, Bahnhöfen, sind moderne automatische Defibrillatoren für den Notfall verfügbar)
  • Lagerung des nicht akut lebensgefährdeten Notfallpatienten, z.B. stabile Seitenlage
  • Versuch, starke Blutung zu stillen (z.B. Wunde verbinden, drücken)
  • Weitere Maßnahmen, z.B. Notfallpatienten mit Rettungsdecke vor Kälte schützen, etc.

3 Hintergrund

Eine Störung der Vitalfunktionen kann innerhalb kürzester Zeit zu schwerwiegenden und dauerhaften Schäden wichtiger Organe (z.B. Gehirn, Herz, etc.) bis hin zum Tod führen.

Da in der Regel meist mehr als 10 min vergehen, bis an einem Notfallort professionelle Helfer (Rettungsdienst) eintreffen, und z.B. bei Atemstillstand bzw. Kreislaufstillstand oder starker Blutung jede Minute über Leben oder Tod entscheiden kann, ist die Erste-Hilfe durch Laien oft die einzige Chance für den Betroffenen.

Nicht nur moralisch, sondern nach §323 c des StGB auch gesetzlich ist jedermann verpflichtet, im Rahmen seiner Fähigkeiten in einem Notfall eine "zumutbare" Hilfe zu leisten.

Bei den lebensrettenden Sofortmaßnahmen geht der Eigenschutz vor. Man muss keinen im Gesicht mit Blut verschmierten Patienten, der keinen Puls hat und nicht atmet, Mund zu Mund beatmen - man könnte aber z.B. in diesem Fall 112 anrufen und eine Herzdruckmassage durchführen.

siehe auch:

4 Skript

Kurze Anleitung für einen Notfallcheck:

Diese Seite wurde zuletzt am 2. Dezember 2015 um 17:45 Uhr bearbeitet.

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