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Ephapse

1 Definition

Als Ephapse bezeichnet man eine Verbindung markloser Nervenfasern, bei der es zu einem direkten Überspringen der Erregung kommt, ohne dass eine Transmitterausschüttung erfolgt. Die Ephapse ist eine elektrische Synapse.

2 Hintergrund

In der Regel wird als Ephapse eine pathologische Kontaktstelle zweier Axone im Rahmen einer demyelinisierenden Erkrankung (z.B. Multiple Sklerose) bezeichnet. Hierbei induziert das elektrische Feld des erregten Axons die Entstehung eines Aktionspotentials am Entmarkungsherd eines benachbarten Axons (ephaptische Übertragung). Entsprechende pathologische neuronale Entladungen können Spasmen und Neuralgien verursachen.

Synonym kann der Begriff Ephapse auch für physiologische elektrische Synapsen (gap junctions) verwendet werden, die im ZNS und funktionellen Synzytien der glatten Muskulatur und des Herzmuskels vorkommen.

Eine Ephapse kann sich durch mikrovaskuläre Kompression im Bereich der Trigeminuswurzel ausbilden, dieser "Janetta-Mechanismus" (durch die Arteria cerebelli superior im Hirnstamm) soll zu 80% die Ursache einer Trigeminusneuralgie sein.

Fachgebiete: Physiologie

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