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Embolia cutis medicamentosa

Synonym: Nicolau-Syndrom
Englisch: Nicolau-syndrome

1 Definition

Die Embolia cutis medicamentosa ist eine iatrogen durch falsch durchgeführte intravenöse oder intramuskuläre Injektion verursachte lokale Nekrose der Haut.

2 Ätiologie

Sie entsteht durch versehentliche intraarterielle Applikation von kristalloiden Injektionslösungen (z.B. Depotpenicilline, Lokalanästhetika), die Gefäßokklusionen mit nachfolgender Gewebsischämie und aseptischer Nekrose verursachen.

3 Klinik

Der arterielle Gefäßverschluss äußert sich durch starke Schmerzen post injectionem. Im weiteren Verlauf kommt es zur Blässe, livider Verfärbung und anschließender Nekrotisierung des betroffenen Hautareals. In Abhängigkeit des betroffenen Gefäßes können auch Nerven involviert sein, deren Minderversorgung sich in Muskel- und/oder Sensibilitätsstörungen äußert.

4 Therapie

Die Therapie der Embolia cutis medicamentosa besteht in der Zuwartung und chirurgischen Nekrose- (ggf. Nekrosektomie) und Wundbehandlung.

5 Prophylaxe

Zur Verhinderung der E.c.m. ist bei jeder i.m- Injektion vor Applikation der Injektionslösung eine Aspiration durchzuführen, um sicherzustellen, dass kein Gefäß punktiert wurde.

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